PRAKTIKABLE LÖSUNG BEI DER ENGERLING-BEKÄMPFUNG GESUCHT

Gibis wendet sich an die zuständigen Minister

06.04.2022
BBV-Kreisobmann im Landkreis Freyung-Grafenau, Siegfried Jäger hatte das Anliegen bei MdL Max Gibis (r.) eingespeist
BBV-Kreisobmann im Landkreis Freyung-Grafenau, Siegfried Jäger hatte das Anliegen bei MdL Max Gibis (r.) eingespeist

Bereits seit einigen Jahren treten an verschiedenen Standorten, insbesondere beim Dauergrünland, gravierende Schäden durch Larven des Feldmaikäfers, Engerlinge genannt, auf. Gerade der Bayerische Wald zählt dazu zu den am meisten betroffenen Gebieten. Bei der Strategie zur Bekämpfung der Engerlinge widersprechen sich nun Regelungen des Umwelt- sowie des Landwirtschaftsministeriums. MdL Max Gibis hat sich daher auf Anregung des Kreisobmanns des Bayerischen Bauerverbandes im Landkreis Freyung-Grafenau, Siegfried Jäger, an die beiden zuständigen Minister, Landwirtschaftsminister Michael Kaniber, sowie Umweltminister Thorsten Glauber gewandt, um eine praktikable Lösung zu erreichen.

In Folge eines sogenannten „Engerlings-Monitoring“, bei dem belastbare Zahlen zum Befall sowie auch Maßnahmen zur Bekämpfung gefunden werden konnten, wurde durch das Bayerische Landwirtschaftsministerium die Option geschaffen, Dauergrünlandflächen temporäre in Ackernutzung umzuwandeln, wenn ein Schadenschwellwert von 40 Engerlingen/m² vorliegt. Hintergrund ist der, dass die Engerlinge beim Aussetzen von Sonnenlicht, was bei den Umgrabungen zur Ackernutzung der Fall ist, sterben und somit keine Fraßschäden mehr anrichten können. Wie Kreisobmann Siegfried Jäger dem Abgeordneten berichtet, hat das bayerische Umweltministerium jedoch eine fachliche Einschränkung bestimmt. „Aufgrund von Erosionsgefährdung der Oberfläche darf ab einer bestimmten Hangneigung kein Umbruch das Dauergrünlandes in Ackerfläche stattfinden“, so der BBV-Kreisobmann. „Faktisch scheiden damit viele Schadflächen, die durch das Monitoring festgestellt wurden, aus.


Weil auch MdL Max Gibis die Sinnhaftigkeit von zwei sich gegenseitig widersprechenden Regelungen, vor allem für den Bayerischen Wald, nicht versteht, hat er sich in einem Schreiben an die bayerische Landwirtschaftsministerin und den bayerischen Umweltminister gewandt, in dem er den Sachverhalt darlegt, für eine praktikable Lösung plädiert und dazu auch ein gemeinsames Gespräch mit Vertretern des Bayerischen Bauernverbandes aus den betroffenen Kreisverbänden anregt. „Bis zum 15. Mai, an die Landwirte ihre Mehrfachanträge stellen müssen, sollte hier eine Lösung gefunden werden“, betont MdL Max Gibis.