NACH UNWETTER IN BODENMAIS - GIBIS MACHT SICH BILD VOR ORT

Beantragung von Bedarfszuweisungen für besondere Härten

25.06.2021
Bürgermeister Joachim Haller (r.) erläutert dem Abgeordneten Max Gibis die Schäden im Ort
Bürgermeister Joachim Haller (r.) erläutert dem Abgeordneten Max Gibis die Schäden im Ort

Der Landtagsabgeordnete Max Gibis hat sich nach den schweren Unwettern der vergangenen Tage insbesondere im Raum Bodenmais zusammen mit Bürgermeister Joachim Haller ein Bild von den Schäden vor Ort gemacht. Haller zeigte ihm die größten Schadenslagen an den Gemeindestraßen, die durch schnelles Handeln weitestgehend wieder notdürftig repariert wurden und dadurch die Verkehrssicherheit wieder hergestellt werden konnte, und erläuterte ihm den Ablauf der Ereignisse.

„Die Regenmassen kamen über drei Stunden hinweg in der Nacht vom Montag zum Dienstag direkt über dem Ort herunter und nicht wie sonst so oft im Arbergebiet“, erklärte Joli Haller dem Abgeordneten das außergewöhnliche Wetterereignis. „Nicht die großen Bäche waren das Problem, sondern die Menge an Wasser, die flächendeckend im ganzen Dorf herunterkam und nicht schnell genug abfließen konnte.“ Noch immer konnte sich der Bürgermeister keinen vollständigen Überblick über alle privaten und öffentlichen Schäden im Gemeindegebiet verschaffen, da die Anzahl der einzelnen Schadensfälle einfach zu groß ist. „Über 100 der 150 Feuerwehreinsätze im Landkreis in jener Nacht waren in Bodenmais“, verdeutlicht Haller, wie schwer es Bodenmais getroffen hat.


Alle im Ort verfügbaren Baufirmen und Bauarbeiter wurden für die Verkehrssicherung eingesetzt, um alle Schäden an den Gemeindestraßen weitestgehend zu beheben, so dass der Verkehr auf den Straßen wieder bedenkenlos möglich war. „Gerade an der Regener Straße wäre die Straße über den Damm um ein Haar unterspült worden. Hier mussten wir mit schwerem Gerät die Böschung sichern“, so der Bürgermeister. „Der ausgespülte Schlamm hat dann große Schäden in den darunter liegenden Wohn- und Gewerbehäusern angerichtet. Aber auch an vielen anderen Stellen im Ort waren erhebliche Schäden zu verzeichnen.“ Mit den Räumfahrzeugen des Winterdienstes mussten außerdem alle Straßen von Geröll, Ästen und Schlamm gesäubert werden. „Die Regenfälle der folgenden Nächte haben dann an den bereits geschwächten Stellen noch weitere Schäden angerichtet“, erläutert Joli Haller dem Abgeordneten Gibis weiter.

Alleine die Kosten für die Verkehrssicherung der ersten Tage schätzt der Bürgermeister auf 400.000 Euro bis 500.000 Euro. „Viele Private werden ihre Schäden über Versicherungen abrechnen können, doch auch hier wird es Schäden geben, die nicht abgedeckt sind. Die Kosten für die Beseitigung der Schäden an der gemeindlichen Infrastruktur trägt jedoch die Kommune“, klagte der Bürgermeister. MdL Max Gibis empfahl deshalb, einen Antrag auf Bedarfszuweisungen nach §13c FAG zu stellen. „Hier stehen Finanzmittel für besondere Härtefälle, wie eben Unwetter oder Starkregenereignisse bereit“, so der Abgeordnete. „Mit den Daten des Deutschen Wetterdienstes sowie einer Dokumentation der Schäden sehe ich große Chancen, dass Bodenmais hier finanzielle Unterstützung des Freistaats erhalten kann.“

Bürgermeister Joachim Haller bedankt sich für den Hinweis und freute sich, dass sich der Abgeordnete vor Ort ein Bild von der Lage gemacht hat. Gibis versprach zum einen den Antrag auf Bedarfszuweisungen des Marktes Bodenmais zu unterstützen und sicherte zum anderen auch seine Unterstützung darüber hinaus zu.