ANTRITTSBESUCH BEIM NEUEN SCHULLEITER

MdL Gibis tauscht sich mit Christian Zitzl am Gymnasium Freyung aus

11.05.2021
MdL Max Gibis (l.) und Schulleiter Christian Zitzl (r.) im Gespräch – mit gebotenem Abstand und Maske
MdL Max Gibis (l.) und Schulleiter Christian Zitzl (r.) im Gespräch – mit gebotenem Abstand und Maske

Der Landtagsabgeordnete Max Gibis hat beim neuen Schulleiter am Gymnasium Freyung einen Antrittsbesuch absolviert. Mit Christian Zitzl, der zum zweiten Schulhalbjahr im Februar seinen Dienst am Gymnasium in Freyung, an dem er früher bereits als Lehrer tätig war, antrat, tauschte sich Gibis zur aktuellen Situation an den Schulen aus. „Die Einblicke in die Praxis an den Schulen vor Ort sind für die Diskussion und Entscheidungen im Bayerischen Landtag in München besonders wichtig, weil es oftmals schwerwiegende, unterschiedliche Sichtweisen der Bürokraten in den Ministerien sowie den Praktikern an den Schulen gibt. Um eine ausgewogene Entscheidung treffen zu können, sollte man beide Sichtweisen kennen“, so MdL Max Gibis.

Schulleiter Christian Zitzl schilderte dem Abgeordneten den Schulalltag seit dem Ende des Präsenzunterrichts vor Weihnachten des letzten Jahres und betonte dabei auch die Herausforderungen, vor denen die gesamte Schulfamilie samt Eltern stand und noch bis heute steht. „Am sinnvollsten ist sicherlich der Präsenzunterricht sowohl für Schüler als auch für Lehrer, das haben wir in der Krise ein weiteres Mal gesehen. Doch durch den tollen Einsatz unserer Lehrerschaft und die gute Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler ist sowohl Distanzunterricht als auch Wechselunterricht, auch wenn dies mit deutlich mehr Aufwand verbunden ist, durchaus praktikabel“, so Christian Zitzl. Lediglich der Hybridunterricht hat sich nicht bewährt, da es zu viele Störfaktoren im Unterrichtsablauf oder technische Herausforderungen bei der Übertragung gibt.“


Beim Gespräch mit Max Gibis wollte der Schulleiter den Blick allerdings nach vorne richten und dem Abgeordneten seine Anliegen mit auf den Weg nach München geben, um das Schuljahr einigermaßen geordnet abschließen zu können. „Der Ansatz muss sein, bis zum Ende des Schuljahres bis zum letzten Schultag so viel Unterricht wie möglich zu halten, um versäumten Unterrichtsstoff, der vor allem beim Wechselunterricht nicht im gewohnten Tempo vermittelt werden kann, nachzuholen. Dabei werden wir versuchen, so viel Unterricht in Präsenz abzuhalten, wie möglich bzw. erlaubt ist“, so Christian Zitzl. „Gerade nach dem Ende der Abiturprüfungen und dem damit einhergehenden Abgang der Abiturienten können wir frei gewordene Räume, in denen wir die Abstandsregeln einhalten können, für den Präsenzunterricht anderer Jahrgangsstufen nutzen.“

Als zielführend sieht es Schulleiter Christian Zitzl daher an, bis zu den Sommerferien auf Noten zu verzichten, um die Zeit für Unterricht zu nutzen, zumal die Noten aktuell wenig valide seien. Lediglich Prüfungen als Standortbestimmung für die Schülerinnen und Schüler könnte sich der Schulleiter vorstellen, um individuell gezielt nacharbeiten zu können. „Essentiell in den letzten Wochen in diesem Schuljahr ist es, dass die Schülerinnen und die Schüler die Schule wieder als angstfreien Raum wahrnehmen und gerne dorthin zurückkehren“, gab Zitzl dem Abgeordneten mit auf Weg. „In diesem Zusammenhang macht es in diesem Schuljahr auch wenig Sinn, Zeugnisse auszustellen oder das Vorrücken zu verweigern. Dazu können wir im nächsten Schuljahr wieder zurückkehren.“ Zitzl merkte jedoch noch an, dass für die 10. Klassen eine Ausnahme gemacht werden und ein Zeugnis ausgestellt werden muss, da damit der Mittlere Schulabschluss bestätigt wird.

Mittlerweile gab das bayerische Kultusministerium nach dem Antrittsbesuch bekannt, weitestgehend auf Schulaufgaben verzichten zu wollen und den Fokus auf die Vermittlung des Basiswissens zu setzen. Auch beim Vorrücken auf Probe wolle man in diesem Schuljahr sehr großzügig agieren. MdL Max Gibis bezeichnete zum einen die Infos von Schulleiter Christian Zitzl als sehr interessant und versprach, sich dafür einzusetzen, dass die Schulen vor Ort möglichst bald Planungssicherheit in den vielen Fragen bezgl. den weiteren schulischen Abläufen bekommen und begrüßte zum anderen die Ankündigungen aus dem Kultusministerium.