GIBIS FÜR TRANSPARENTES VERFAHREN NACH TIERRISSEN

Schreiben an Umweltminister Glauber

06.04.2021
MdL Max Gibis (l.) am Ort des Geschehens in Bischofsmais, an dem vor kurzem 10 Schafe von einem oder mehreren Hunden gerissen wurden
MdL Max Gibis (l.) am Ort des Geschehens in Bischofsmais, an dem vor kurzem 10 Schafe von einem oder mehreren Hunden gerissen wurden

Nach dem Schafsriss in Bischofsmais, bei dem Anfangs der Verdacht im Raum stand, es handle sich um einen Wolf, ein Gutachten allerdings das Ergebnis liefert, ein oder mehrere Hunde haben die 10 Schafe gerissen, hat sich der Landtagsabgeordnete Max Gibis mit einem Brief an den bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber gewandt. Darin fordert er, dass bei ähnlichen Fällen, die bayernweit immer wieder vorkommen, ein immer gleiches und transparentes Verfahren angewendet wird mit dem Ziel, das gegenseitige Vertrauen aller Beteiligten Stellen zu stärken.

Zum Anlass nahm Gibis den Riss von 10 Schafen bei Bischofsmais Anfang März. Nachdem anfangs der Verdacht geäußert wurde, ein Wolf habe die Schafe gerissen, konnte ein DNA Gutachten klären, dass ein oder mehrere Hunde für den Riss verantwortlich gemacht werden. Dennoch gab es vor Ort Unmut über den Ablauf und die Auswahl der Beteiligten bei der Klärung der Hintergründe, der an den Abgeordneten über den BBV-Obmann des Kreisverbandes Regen, Roland Graf, der als Vermittler in der Sache fungiert hatte, herangetragen wurde. „Mir liegt viel an einem fairen, transparenten und vertrauensvollem Umgang aller Beteiligten vor Ort, die oftmals konträre Ansichten haben, in der Thematik“, erklärt Max Gibis seinen Brief an den Umweltminister.


Konkret fordert Gibis ein immer gleiches Verfahren bei ähnlichen Vorfällen, der allen Stellen bekannt ist und in dem in einer Art Katalog festgehalten ist, wer wann verständigt werden muss und welche Schritte eingehalten werden müssen. „Es macht aus meiner Sicht Sinn, neben den Vertretern des Landratsamtes und des Landesamtes für Umwelt (LfU) auch den örtlichen Jäger sowie die Polizei dazu zu holen, denn so müssen eventuelle Ermittlungsarbeiten, wie nun in diesem konkreten Fall, nicht mit 14-tägiger Verspätung und ohne erfolgte Spurensicherung aufgenommen werden“, beschreibt Gibis die Vorteile seines Vorschlages. Außerdem regt er auch die Entnahme einer B-DNA- Probe, die bei Bedarf von den Besitzern als Gegenkontrolle geprüft werden kann, an. „So steigt das Vertrauen in die Arbeit des Landrats- und des Umweltamtes enorm an“, so Gibis, der auch die Vorteile für die beiden Ämter sieht. „Dadurch werden die prüfenden Behörden absolut unangreifbar, weil sie mit der größtmöglichen Transparenz arbeiten.“ Auch eine verpflichtende Protokollierung und einen im Verfahren geregelten Informationsfluss an Betroffene schlägt Gibis verpflichtend vor.

Max Gibis betont, dass es dabei ausschließlich darum gehe, künftigen Unmut bei vergleichbaren Fällen vorzubeugen, indem mit maximaler Transparenz ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis geschaffen wird.