BÜRGERMEISTER HERZOG: STÄDTEBAULICHE ENTWICKLUNG VORANTREIBEN

MdL Max Gibis zum Gespräch in Bayerisch Eisenstein

25.02.2021
Bürgermeister Michael Herzog (l.) stellte dem Abgeordneten Max Gibis (r.) seine Pläne zur städtebaulichen Entwicklung vor
Bürgermeister Michael Herzog (l.) stellte dem Abgeordneten Max Gibis (r.) seine Pläne zur städtebaulichen Entwicklung vor

Bürgermeister Michael Herzog will die städtebauliche Entwicklung in der Grenzgemeinde vorantreiben und mit einem ganzheitlichen Ansatz den ganzen Dorfkern in Bayerisch Eisenstein beplanen. In einem weiteren Schritt sollen die Maßnahmen dann Zug um Zug umgesetzt werden, so können Doppelstrukturen vermieden werden. Zur Vorstellung seiner Ideen sowie zur Bewältigung von Herausforderungen bei der Umsetzung hat Bürgermeister Michael Herzog den Landtagsabgeordneten Max Gibis nach Eisenstein eingeladen, mit dem er auch die bestmöglichen Fördermöglichkeiten für seine Vorhaben besprach.

„Das Herzstück der städtebaulichen Entwicklung stellt das frei gewordene Areal des ehemaligen Arber-Wellenbades dar“, beschreibt Bürgermeister Michael Herzog dem Abgeordneten Max Gibis die Situation. „Das Areal ist momentan mit einem Parkplatz, Wohnmobilstellplätzen, einem zugehörigen Funktionsgebäude, einer Parkanlage mit Teich, Aufenthaltsflächen für alle Generationen sowie einem privaten Wasserkraftwerk beplant.“ Der Gemeinderat in Bayerisch Eisenstein um ihren Bürgermeister Michael Herzog zeigt sich im Moment allerdings nicht vollkommen zufrieden mit den aktuellen Planungen. „Schwachstelle der derzeitigen Planungen ist beispielsweise, dass in Teilen eine Doppelstruktur geschaffen wird. So besitzt Bayerisch Eisenstein mit dem Wanderpark zwischen Anton-Pech-Straße und Arberlandhalle bereits eine Erholungsanlage für Jung und Alt mit Teichfläche“, verdeutlicht Herzog gegenüber dem Abgeordneten.


Auch die Kombination aus Parkplätzen mit Wohnmobilstellflächen und Funktionsgebäude, das zudem sehr kostspielig ist, sehen Michael Herzog und sein Gemeinderat nicht unproblematisch. „Insgesamt wäre die Hälfte der Fläche mit Parkplätzen und Stellplätzen versiegelt. Dafür erscheint mir das Areal als zu wertvolle Erholungsfläche“, betonte Herzog.

„Im Weiteren fehlen bei den aktuellen Planungen die Einbindung und Anbindung des nahe gelegenes Dorfkernes sowie weiterer gemeindeeigener Grundstücke in unmittelbarer Nähe.“ MdL Max Gibis riet dazu, keine Option zu verwerfen. „Eine ganzheitliche Planung, die das gesamte Dorfzentrum umfasst, ist sicherlich zielführend für eine zukunftsfähige Dorfentwicklung.“

 Als einen weiteren Schwachpunkt in der aktuellen Freizeitinfrastruktur bezeichnete Bürgermeister Michael Herzog die dezentrale Verteilung von Freizeit- und Erholungseinrichtungen im gesamten Gemeindegebiet. So befinden sich ein Bewegungsparcours beim Localbahnmuseum am Bahnhof und ein Minigolfanlage bei den Sportplätzen. „Mit der Nähe zu Tschechien sowie dem Großen Arber auf dem Gemeindegebiet hat Bayerisch Eisenstein enormes touristisches Potential“, verdeutlichte Michael Herzog einmal mehr. „Allerdings müssen wir unsere Einrichtungen strukturieren und bündeln. Eine ganzheitliche städtebauliche Planung ist daher unumgänglich.“ MdL Max Gibis gab ihm uneingeschränkt Recht und warb dafür, den Ort gemeinsam mit einem Städteplaner zu begutachten, eine umfassende Planung zu entwerfen und erst dann die Umsetzung der Maßnahmen anzupacken.