MdL GIBIS IM GESPRÄCH MIT BBV-KREISOBMANN JÄGER

Stallbauförderung und Engerling-Problematik besprochen

10.02.2021
MdL Max Gibis (r.) und BBV-Kreisobmann Siegfried Jäger (l.) beim gemeinsamen Gespräch im Büro des Landtagsabgeordneten
MdL Max Gibis (r.) und BBV-Kreisobmann Siegfried Jäger (l.) beim gemeinsamen Gespräch im Büro des Landtagsabgeordneten

Regelmäßig tauscht sich der Landtagsabgeordnete Max Gibis mit dem Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) im Landkreis Freyung-Grafenau, Siegfried Jäger aus, um die für die Landwirte in der Region relevanten Themen zu besprechen sowie von den Landwirten als notwendig erachtete Impulse anzustoßen. Bei ihrem jüngsten Gespräch ging es um die aufgestockte Stallbauförderung für Zuchtsauenhalter und Milchviebetriebe, um die Investitionsförderung für Maschinen- und Gerätschaften für Landwirte sowie um die Engerling-Problematik, die auch im nächsten Sommer auftreten wird.

„Der Freistaat unterstützt Zuchtsauenhalter und Milchviehbetriebe, die in tierwohlgerechtere Ställe investieren, im kommenden Jahr kraftvoll“, konnte MdL Max Gibis bereit zu Beginn des Gesprächs als erfreuliche Nachricht mitteilen. So wird der Zuschuss für diese beiden Bereiche im Agrarinvestitionsförderprogramm (AFP) auf 40 Prozent erhöht, mehr ist nach dem EU-Beihilferecht nicht möglich. Bei den Milchviehbetrieben wird insbesondere die Umstellung von Anbindehaltung auf Laufstallhaltung gefördert. „Damit kommen wir einer Forderung des Bauernverbandes sowie der Vermarkter nach“, so MdL Max Gibis. Auch Kreisobmann Siegfried Jäger hatte sich zusammen mit seiner Vorstandschaft des Bauerverbandes im Landkreis Freyung-Grafenau im Vorfeld dafür stark gemacht.


Bei den Zuchtsauenhaltern geht es vor allem um das Ende der Kastenstandhaltung und somit mehr Platz für die Tiere. Hier gibt es bei der entsprechenden Verordnung eine Novellierung, um den Landwirten Planungssicherheit zu geben. „Zusätzlich erhalten sie finanzielle Unterstützung bei anstehenden Investitionen, um sich besser auf die seit Jahren schwierigen Rahmenbedingungen anpassen zu können“, freut sich BBV-Obmann Siegfried Jäger über die Entwicklung.

Im Weiteren bedankte sich Siegfried Jäger bei Max Gibis auch für seinen Einsatz für das vom Bund aufgelegte Förderprogramm zur Investitionsförderung der maschinellen Ausstattung von Landwirten. Der Bund hat hier 75 Mio. Euro für die oftmals kostspielige Anschaffung von notwendigen Gerätschaften, gerade von Nebenerwerbslandwirten, zur Verfügung gestellt. MdL Max Gibis teilte mit, dass das Programm ein voller Erfolg sei und momentan die Antragstellung aufgrund der Vielzahl von Förderanträgen ausgesetzt sei. „Es geht nun darum, dass dieses Programm für eine neuerliche Antragstellung erneut geöffnet wird“, so MdL Max Gibis.

Zum Abschluss des Gespräches wurde erneute die Engerling-Problematik diskutiert, die seit einigen Jahren im Sommer zu einer großen Herausforderung für die lokalen Landwirte wird. BBV-Obmann Jäger hatte in einem früheren Gespräch mit MdL Max Gibis angeregt, den Katastrophenfall ausrufen zu können, so dass betroffene Landwirte leichter in den Genuss von Unterstützungsleistungen kommen können. „Eine Ausrufung des Katastrophenfalls unterliegt jedoch rechtlich klar definierten Umständen, so dass dies in der Engerling-Problematik nicht möglich ist“, hatte Gibis nach Rücksprache mit der Landwirtschaftsministerin als Antwort erhalten. Gibis versicherte allerdings, dass die Thematik auch bei den Verantwortlichen im Ministerium präsent sei und man gemeinsam mit dem BBV an einer Lösung für den kommenden Sommer arbeite.