BETREIBER FÜR JUGENDHERBERGE IN BAY. EISENSTEIN GESUCHT

MdL Max Gibis zum Infogespräch bei Bürgermeister Herzog

16.11.2020
MdL Max Gibis (l.) ist zusammen mit ArberlandRegio-Geschäftsführer Herbert Unnasch (r.) und Bürgermeister Michael Herzog (mitte) auf der Suche nach einem Betreiber für die Jugendherberge
MdL Max Gibis (l.) ist zusammen mit ArberlandRegio-Geschäftsführer Herbert Unnasch (r.) und Bürgermeister Michael Herzog (mitte) auf der Suche nach einem Betreiber für die Jugendherberge

Der Landtagsabgeordnete Max Gibis hat dem Bürgermeister Michael Herzog einen Antrittsbesuch in Bayerisch Eisenstein abgestattet und sich über die aktuellen Herausforderungen der Grenzgemeinde vor Ort informiert. Insbesondere hat er sich zusammen mit ArberlandRegio-Geschäftsführer Herbert Unnasch über die Zukunft der Jugendherberge in Bayerisch Eisenstein, die das Deutsch Jugendherbergswerk (DJH) abstoßen wird, unterhalten. „Ziel ist es, eine Möglichkeit zu finden, wie die Jugendherberge weiter betrieben werden kann, optimalerweise mit Hilfe eines Investors“, formulierte der Abgeordneten Max Gibis.

Zunächst informierte sich der Abgeordnete beim im März bei den Kommunalwahlen gewählten Bürgermeister Michael Herzog über die aktuelle Situation und die anstehenden Aufgaben in Bayerisch Eisenstein. „Unsere besondere Lage an der Grenze zu Tschechien stellt uns immer wieder vor große Herausforderungen“, betont Bürgermeister Herzog im Zusammenhang mit der Corona-Krise. Sämtliche Berufspendler sowie auch Pendler, die ihre Kinder z.B. in den deutsch-tschechischen Kindergarten bringen wollen, müssen nun an der Grenze wöchentlich einen Corona-Test machen. „Mittlerweile wurde aus der mobilen Teststation am Parkplatz des ehemaligen Wellenbadareals eine stationäre Teststation in der Arberlandhalle gemacht“, so Herzog. „Denn Corona wird uns noch eine ganze Zeit lang verfolgen, sei es durch die Infektionen an sich oder durch die finanziellen Auswirkungen in Folge der gesunkenen Steuereinnahmen.“ Auch MdL Max Gibis bestätigte, dass in diesem Jahr und auch im nächsten Jahr der Freistaat und der Bund die Mindereinnahmen der Kommunen zu großen Teilen ausgleichen werden, aber bereits beim kommenden Kommunalen Finanzausgleich die Kommunen ihren Teil beitragen werden müssen.


Ansonsten stehen in Bayerisch Eisenstein die Themen Wasserversorgung, Tourismus und Städtebau auf der Tagesordnung. „Wir wollen unsere Wasserversorgung für die nächsten Jahre sicherstellen, insbesondere deshalb, weil die Sommer immer trockener werden. Aus diesem Grund müssen wir Anpassungen bei unseren Quellen vornehmen“, so Bürgermeister Herzog. Die Themen Tourismus und Städtebau greifen Hand in Hand. Generell steht die Gemeinde mit dem Umfeld des Grenzbahnhofes, der touristisch bestens erschlossen ist, gut da. „Hier sind die Touristen gut angebunden, Gastronomie und Erlebnismöglichkeiten stehen in großer Auswahl zur Verfügung“, ist Michael Herzog mit dem Angebot ganz zufrieden. „Mit der städtebaulichen Ertüchtigung des ehemaligen Wellenbad-Areals wollen wir für die Touristen noch attraktiver werden und unser Angebot ergänzen.“

Nachdem sich MdL Max Gibis ein Bild von der Lage in Bayerisch Eisenstein gemacht hatte, berieten Gibis, Herzog und Arberland-Regio- Geschäftsführer Herbert Unnasch über die Zukunft der Jugendherberge in Bayerischen Eisenstein, die das Jugendherbergswerk mit Ablauf der Saison 2020 geschlossen hat. „Die Jugendherberge hatte eine tolle Auslastung. Herbergsleiter Christian Selbitschka konnte die Übernachtungszahlen auf 17.000 pro Jahr steigern“, berichtete Bürgermeister Herzog. Damit trug die Jugendherberge erheblich zu den Übernachtungszahlen im Grenzort bei. Überraschenderweise will das DJH die Einrichtung in Bayerisch Eisenstein nun nicht mehr länger betreiben, da notwendige Sanierungsarbeiten anstehen, und hat das Gebäude zum Verkauf gestellt.

MdL Max Gibis und Herbert Unnasch zeigten sich für alle Wege offen, dass die Einrichtung weiter betrieben werden kann, auch wenn sicherlich Sanierungsarbeiten z.B. beim Brandschutz getätigt werden müssen. „Vorstellbar sind auch andere Wege der Nutzung, wie etwa eine Einrichtung für Jugendreisen oder im Bereich Sozialwohnungsbau“, regten Max Gibis und Herbert Unnasch an. Man kam überein, dass weiter alle Möglichkeiten einer zukünftigen Nutzung ausgelotet werden sollen. Sowohl Michael Herzog als auch Herbert Unnasch und Max Gibis signalisierten, dass eventuelle Interessenten ihre Unterstützung bei sinnvollen und zielführenden Projekten hätten.