GIBIS IM AUSTAUSCH MIT BÜRGERMEISTER GRUBER IN GEIERSTHAL

Bürgermeister sorgt sich um Gastwirte in der Gemeinde

29.10.2020
Der Abgeordnete Max Gibis (r.) und Bürgermeister Richard Gruber (l.) beim Infogespräch bei Karl Fischl, dem Inhaber des Kramerwirts
Der Abgeordnete Max Gibis (r.) und Bürgermeister Richard Gruber (l.) beim Infogespräch bei Karl Fischl, dem Inhaber des Kramerwirts

Der Landtagsabgeordnete Max Gibis hat sich mit dem neuen Geiersthaler Bürgermeister Richard Gruber ausgetauscht, um sich über aktuelle Vorgänge und Herausforderungen der Gemeinde zu informieren und seine Unterstützung bei verschiedenen Anliegen anzubieten. „Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, zu wissen, wie unsere Kommunen aufgestellt sind, um ihnen bestmöglich zu helfen“, betont MdL Max Gibis. „Dabei ist es mir besonders wichtig alle neu gewählten Bürgermeister vorrangig zu besuchen, um den so wichtigen Kontakt für einen regelmäßigen Austausch herzustellen.“

Bei dem Termin  schilderte Bürgermeister Richard Gruber dem Abgeordneten auf der einen Seite die aktuellen Aufgaben der Gemeinde Geiersthal und machte zum anderen auf die von Corona besonders betroffenen Gaststätten- und Beherbergungsbetriebe aufmerksam und verschaffte ihnen mit einem gemeinsamen Besuch eine Plattform, um ihre Sorgen und Nöten gegenüber dem Abgeordneten kommunizieren zu können. 


„Ein anstehendes Thema in Geiersthal ist vor allem die Wasserversorgung. Neben den generellen und wiederkehrenden Themen Sanierung von Leitungen und Neuerschließungen müssen wir uns auch mit einem möglichen Anschluss an Waldwasser beschäftigen“, so Richard Gruber, der den Abgeordneten in der Thematik der Förderungen nach RZWas für Härtefälle bei Sanierungen von Wasser- und Abwasserleitungen auch um seinen Einsatz für Mittel für Neuerschließungen bat. Max Gibis betonte, dass es nun gelungen sei, zum einen die für die Kommunen im Bayerischen Wald so wichtige Härtefallförderung bis 2025 zu verlängern und zum anderen, dass der Bayerische Gemeindetag die Forderung nach Mitteln für Neuerschließungen als eigene Forderung übernommen hat. „Damit ist der Grundstein gelegt, auch wenn es noch viel Überzeugungsarbeit zu leiten gibt“, so Gibis.

Daneben beschäftigen die Gemeinde die Themen Anbau an das Feuerwehrhaus in Linden, Schaffung und Verkauf von Bauland für junge Familien, Erweiterung von Gewerbeflächen sowie die Bahnlinie Viechtach-Gotteszell. „Beim Gewerbe sind wir in Geierstahl, auch bedingt durch die gute Lage an der B85, gut aufgestellt, aber auch beständig bemüht, weitere Flächen zu schaffen. Bei der Bahnlinie Viechtach-Gotteszell haben wir ein besonderes Interesse, dass es zu einem Regelbetrieb kommt, da die Bahnlinie mit Haltepunkt durch das Gemeindegebiet verläuft und auch bereits Investitionen zur Ertüchtigung der Bahnübergänge getätigt wurden“, schilderte Bürgermeister Gruber dem Abgeordneten.

Ein besonderes Anliegen von Richard Gruber war es außerdem, den Abgeordneten auf die von Corona gebeutelten Betriebe in Geierstahl aufmerksam zu machen. So stattet er zusammen mit Max Gibis der Betreiberin der Discothek Revolution sowie der Kart-Bahn „Kart-o-Mania“ samt Gaststätte einen Besuch ab. Susanne Adam und Sohn Michael führten den Abgeordneten durch den Betrieb und schilderten im Detail die Lage, die sich aufgrund der Corona-Krise deutlich verschlechtert hatte. „Die Diskothek ist nach wie vor geschlossen. Bei der Kart-Bahn samt Gaststätte hatte sich über den Sommer eine Erholung abgezeichnet, aber seit den gestiegenen Fallzahlen und den erneuten Corona-Maßnahmen, gibt es wieder einen Buchungseinbruch“, so Susanne Adam, die vor allem auch unter der Absage von Firmen- und Vereinsfeiern leidet. „Auch wenn sich die Situation alles andere als gut darstellt, wir werden uns der Herausforderung stellen und mit Optimismus nach vorne schauen“, denkt Susanne Adam noch lange nicht ans Aufgeben. MdL Max Gibis lobte die kämpferische Einstellung, auch wenn die neuerlichen Corona-Maßnahmen verbunden mit der Schließung der Gastronomie die Situation der Familie Adam nicht unbedingt verbessern.

Weil leider keine Zeit war, allen Gaststätten in Geiersthal einen Besuch abzustatten, lud Bürgermeister Richard Gruber den Abgeordneten noch dazu ein, sich exemplarisch ein Bild der Gastwirte bei Hotelier Karl Fischl beim Kramerwirt zu machen. „Die Gaststätten Gierl in Linden sowie in Kammersdorf sowie der Kellerwirt in Geiersthal sind genauso von den Corona-Folgen betroffen“, betonte Bürgermeister Richard Gruber. Karl Fischl, der bei einem Rundgang kurz das Hotel Kramerwirt mit seinen rund 120 Betten vorstellte, schilderte die Situation der Gasthäuser und Beherbergungsbetriebe. Auch er sprach von einem erneuten Einbruch bei den Buchungen, nachdem sich im Sommer das Geschäft eigentlich erholt hatte, auch bereits vor der kompletten Schließung. „In den Gaststätten und Unterkünften herrschen strenge Hygienekonzepte, so dass eine Ansteckung sehr unwahrscheinlich ist“, betonte Karl Fischl. Auch wenn die Umstände momentan schwierig sind, will er weiter investieren. Besonders stolz ist er auf die Umstellung seiner Energieversorgung durch ein neues Blockheizkraftwerk, das mit Ferngas betrieben wird. „Durch die Einsparungen bei den Energiekosten haben wir ein größeres Polster für wirtschaftlich schlechte Zeiten“, so Karl Fischl. MdL Max Gibis wie auch Bürgermeister Richard Gruber lobten den Mut des Unternehmers, weiter zu investieren und wünschte ihm weiter Durchhaltevermögen in den schwierigen Corona-Zeiten.

MdL Max Gibis war es indessen noch wichtig auf die Unterstützungsmaßnahmen für die Gastronomie und Beherbergungsbetriebe in Folge der erneuten Schließungen hinzuweisen. "Betriebe bis 50 Mitarbeiter können 75% des Umsatzes des Vorjahresmonats erhalten, Betriebe über 50 Mitarbeiter immerhin noch 70% des Umsatzes des Vorjehresmonats", so Gibis.