SOLIDE ENTWICKLUNG UND VIELE ANSTEHENDE PROJEKTE

MdL Max Gibis zum Antrittsbesuch bei Bürgermeister Vogl

22.10.2020
MdL Max Gibis (r.) absolvierte mit Bürgermeister Johannes Vogl (3.v.l.) und Geschäftsstellenleiter Josef Freimuth (2.v.l.) noch einen Antrittsbesuch bei Kuno Müller (3.v.r.), dessen Kfz-Werkstatt vor kurzem in Drachselsried neu eröffnete
MdL Max Gibis (r.) absolvierte mit Bürgermeister Johannes Vogl (3.v.l.) und Geschäftsstellenleiter Josef Freimuth (2.v.l.) noch einen Antrittsbesuch bei Kuno Müller (3.v.r.), dessen Kfz-Werkstatt vor kurzem in Drachselsried neu eröffnete

Der Landtagsabgeordnete Max Gibis befindet sich bei seiner Runde der Antrittsbesuche bei den neu gewählten Bürgermeistern im Landkreis Regen im Schlussspurt. Zuletzt hatte er nun Bürgermeister Johannes Vogl in Drachselsried besucht. „Besonders wichtig ist mir der Austausch mit den Bürgermeistern vor Ort. Zum einen kann ich den Gemeinden meine volle Unterstützung in allen Belangen anbieten und zum anderen können mir die Probleme und Herausforderungen vor Ort geschildert werden, so dass wir bei den Entscheidungsfindungen im Bayerischen Landtag die Infos aus der Praxis einfließen lassen können“, so MdL Max Gibis.

Seit einem halben Jahr befindet sich Johannes Vogl, der sich bei den Kommunalwahlen gegen den Amtsinhaber durchsetzen konnte, nun im Amt und hat sich bereits voll und ganz eingearbeitet. „Das Bürgermeisteramt bietet reizvolle Perspektiven. So ist es eine abwechslungsreiche Arbeit und bietet die Möglichkeit, vor Ort etwas zu bewegen, aber auch sich persönlich weiterzuentwickeln“, so Johannes Vogl über seine Beweggründe, das Bürgermeisteramt anzustreben. Die momentane Situation in Drachselsried schilderte der neue Bürgermeister so: „Wir stehen finanziell ganz solide da, allerdings stehen auch sehr viele Projekte an, die es nun abzuwickeln und zu finanzieren gilt.“


Neben der anstehenden Dorferneuerung in Unterried und Oberried beschäftigt die Gemeinde momentan die Grundsatzfrage zur Generalsanierung der Grundschule samt Kindergarten oder der Ertüchtigung der Schule mit Neubau eines Kindergartens. „Hier werden wir uns alle Möglichkeiten aufzeigen lassen und dann die sinnvollste und wirtschaftlichste Variante verfolgen“, so Johannes Vogl. Daneben befindet sich vor allem die Thematik Wasserversorgung auf der Agenda des Bürgermeisters. „Angefangen bei den Themen Sicherung der Quellen, über Sanierungen und Schaffung von Leitungsverbunden bis hin zu Neuerschließungen und einem gegebenenfalls erforderlichen Fernwasseranschluss wird uns diese Thematik in den nächsten Jahren begleiten.“ In diesem Zusammenhang bat Bürgermeister Vogl den Abgeordneten auch darum, sich neben der Härtefallförderung nach RZWas zur Sanierung von Wasserleitungen, die erst vor kurzem bis 2025 verlängert wurde, auch wieder für Mittel für Neuerschließungen einzusetzen.

Generell warb Johannes Vogl um die Unterstützung des Abgeordneten, wenn es um die Finanzierung der Projekte in Drachselsried geht. „Den größten Teil der Mindereinnahmen der Kommunen in diesem Jahr und auch noch im neuen Haushalt 2021 wird der Freistaat und auch der Bund ausgleichen können, so dass die Corona-Auswirkungen zunächst für die Kommunen noch wenig zu spüren sein werden“, beschreibt Max Gibis die Situation. „Doch bereits beim Kommunalen Finanzausgleich für 2021, der in den nächsten Wochen bekannt gegeben wird, werden die Kommunen die Mindereinnahmen zu spüren bekommen, weil sich der Kommunale Finanzausgleich zum Teil aus dem allgemeinen Steueraufkommen speist.“ Bürgermeister Johannes Vogl zeigte Verständnis dafür, dass jeder seinen Beitrag in der Krise leisten muss, betonte aber einmal mehr, den Kommunen ihre finanziellen Handlungsspielräume nicht zu nehmen.

Zum Abschluss des Antrittsbesuches kam noch das Thema Gewerbe auf die Tagesordnung. „Wir sind kein großer Gewerbestandort, sind aber beständig bemüht, Flächen zu schaffen und Gewerbe anzusiedeln“, so Johannes Vogl. „Erfreulicherweise konnten wir erst vor kurzem zwei Betriebe in Drachselsried ansiedeln, einen Elektrobetrieb sowie eine Autowerkstatt.“ Weil die KFZ-Werkstatt Müller gerade erst Eröffnung gefeiert hatte, nutzen Bürgermeister Johannes Vogl und MdL Max Gibis die Gelegenheit und schauten zusammen mit dem Geschäftsstellenleiter Josef Freimuth zu einem kurzen Antrittsbesuch beim Inhaber Kuno Müller vorbei. Dieser führte die drei Gäste kurz durch den Neubau und gab jede Menge Infos zum Betriebe. So werden in der freien Werkstatt 14 Mitarbeiter am Standort beschäftigt. „Wir sind personell super aufgestellt und können uns auch an einem großen Stammkundenkreis über das Zellertal hinaus erfreuen. Das waren die Grundvoraussetzungen, dass wir unseren alten beengten Standort aufgegeben haben und einen Neubau gewagt haben“, so Kuno Müller.

Zum Abschluss regte er beim Abgeordneten Gibis noch an die regionale Wirtschaftsförderung dahingehen zu überarbeiten, dass auch kleine Handwerksbetriebe gefördert werden können. Gibis entgegnete, dass dies nicht so einfach sei, zum einen in der neuen EU-Förderperiode weiterhin A-Fördergebiet zu werden und zum anderen soll durch die Förderung Wertschöpfung in der Region erzielt werden, so dass 50% des Umsatzes außerhalb eines Umkreises von 50 Kilometern erzielt werden müssten. „Trotzdem werde ich mich natürlich dafür einsetzen, Möglichkeiten zu schaffen, um auch den kleinen Betrieben im Bayerischen Wald, Anreize zum Investieren zu geben“, so MdL Max Gibis.