FLIEßENDER ÜBERGANG IM BÜRGERMEISTERAMT

Antrittsbesuch des Abgeordneten Max Gibis in Langdorf

08.08.2020
MdL Max Gibis (r.) zusammen mit Bürgermeister Michael Englram (l.) vor dem Rathaus in Langdorf
MdL Max Gibis (r.) zusammen mit Bürgermeister Michael Englram (l.) vor dem Rathaus in Langdorf

Der Politikbetrieb steht auch während der parlamentarischen Sommerpause des Bayerischen Landtags in München nicht still. MdL Max Gibis nutzt die Zeit, um sich bei den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern vor Ort über die Situation der Kommunen zu erkundigen, um bei künftigen Entscheidungen im Landtag Informationen aus der Praxis miteinfließen lassen zu können. Beim bei den Kommunalwahlen im März neu gewählten Bürgermeister der Gemeinde Langdorf Michael Englram hat der Abgeordnete deshalb einen Antrittsbesuch absolviert, um sich ein Bild von der Lage der Kommunen vor Ort machen zu können.

Auf die Frage, ob er sich bereits eingearbeitet habe, bescheinigte der neue Langdorfer Bürgermeister Michael Englram dem Abgeordneten einen sehr fließenden Übergang von seinem Vorgänger Otto Probst zu ihm. „Mein Vorgänger hat mich bereits ab der Wahl am 15. März miteingebunden und ich habe einige Zeit im Rathaus verbracht und ihn zu wichtigen Terminen begleitet, so dass beim offiziellen Amtsantritt am 01. Mai ein ziemlich fließender Übergang gewährleistet war“, so Englram. Auch die Arbeit im Gemeinderat bezeichnete Englram als sehr konstruktiv. „Wir hatten bei den Kommunalwahlen eine sehr hohe Fluktuation im Gemeinderat, so dass wir acht neue Räte im Gremium haben und jetzt sagen können, dass die Mischung im Gremium gut passt. Das sehe ich absolut positiv.“


Zunächst gab Neu-Bürgermeister Michael Englram dem Abgeordneten noch eine Übersicht zur Situation der Gemeinde Langdorf allgemein. So hat sich die Situation in den letzten Jahren aufgrund der guten Finanzausstattung durch den Freistaat durchaus positiv entwickelt. „Wir konnten unsere Schulen von knapp 4 Mio. Euro auf nun ca. 1,7 Mio. Euro Ende des Jahres reduzieren und dabei auch eine kleine Rücklage bilden“, beschreibt Michael Englram die Situation. „Allerdings besteht nach wie vor Investitionsbedarf in vielen Bereichen, so dass wir auch weiterhin auf die Stabilisierungshilfen angewiesen sind, vor allem auf Mittel aus der Säule 2, die auch für Investitionen und nicht nur für die Schuldentilgung verwendet werden dürfen.“ MdL Max Gibis versprach, sich dafür einzusetzen, dass die Stabilisierungshilfen, für die momentan 150 Mio. Euro jährlich im Haushalt des Freistaats eingestellt sind, möglichst lange erhalten bleiben. „Vor allem unsere Kommunen im Bayerischen Wald profitieren überproportional von dieser Strukturhilfe“, so Gibis.

Bei den anstehenden Projekten in der Gemeinde Langdorf nannte Michael Englram dem Abgeordneten die Sanierung des Bauhofes, die dringend notwendig ist und die fast 1 Mio. Euro verschlingen wird. „Dazu kommen Investitionen in das Feuerwehrhaus Schwarzach, bei dem ein Anbau für ein zusätzliches Fahrzeug geplant ist, sowie eine Ertüchtigung des Feuerwehrhauses Langdorf. Hier muss aber zunächst eine Evaluierung des bestehenden Gebäudes gemacht werden, um festzustellen, was wir wirklich machen müssen.“, erklärte Englram. Unterstützung erbat der Langdorfer Bürgermeister bei einer notwendigen Erweiterung des Kindergartens Maria Magdalena, weil aufgrund der Erstattungen der Beiträge für das dritte Kindergartenjahr durch den Freistaat die Meldezahlen in die Höhe geschnellt sind und somit mehr Bedarf vorhanden ist. „Hier muss der Freistaat seine Kommunen über entsprechende Fördersätze unterstützen“, forderte Michael Englram.

Fast Vollzug konnte das Langdorfer Gemeindeoberhaupt dem Abgeordneten bei der Dorferneuerung Kohlnberg vermelden. „Positiv ist auch, dass sich fast 50% der Anwohner bereit erklärt haben, sich mit einer privaten Dorferneuerung zu beteiligen“, freut sich Michael Englram. „Auch die Sanierung der Wasserleitungen konnte im Zuge der Dorferneuerungen noch miterledigt werden, was über die gerade verlängerte Härtefallförderung für Sanierungen von Wasser- und Abwasserleitungen nach RZWas gefördert wird.“

Zum Abschluss dachte Michael Englram noch über ein Zukunftsprojekt in der Gemeinde Langdorf nach. „Es würde Sinn machen, in diesen Zeiten eine gemeinsame Energielösung für alle gemeindlichen Liegenschaften anzustreben, wie etwa durch eine gemeinsame Hackschnitzelheizung.“ MdL Max Gibis zeigte sich von dem Projekt angetan und wies auf die Fördermöglichkeiten in diesem Bereich hin. Grundsätzlich erklärte sich der Abgeordnete bereite, bei allen Anliegen unterstützend zur Seite zu stehen.