"EIN UNIKAT, DAS ES IN DIESER FORM ZU BEWAHREN GILT"

MdL Gibis besucht Glasfachschule Zwiesel - Gründerwerkstatt Glas geplant

20.07.2020
MdL Max Gibis (l.) zusammen mit seinem Büroleiter Patrick Zens (r.) bei den Schulleitern der Glasfachschule Gunther Fruth (2.v.r.) und Iris Haschek (2.v.l.)
MdL Max Gibis (l.) zusammen mit seinem Büroleiter Patrick Zens (r.) bei den Schulleitern der Glasfachschule Gunther Fruth (2.v.r.) und Iris Haschek (2.v.l.)

Der Landtagsabgeordnete Max Gibis hat der Glasfachschule in Zwiesel einen Besuch abgestattet und dabei auch einen Antrittsbesuch bei der neuen Schulleitung um Gunther Fruth und seine Stellvertretung Iris Haschek absolviert. Die beiden Leiter der Glasfachschule nutzten die Gelegenheit auch, um dem Abgeordneten ihr Vorhaben zu präsentieren, die schon länger geplante Schaffung einer Gründerwerkstatt für Glas im Raum Zwiesel endlich umzusetzen.

Schulleiter Gunther Fruth berichtete dem Abgeordneten zunächst von der spannenden Zeit des Lockdown in Folge der Corona-Krise, von der Findungsphase des Home-Schooling sowie auch von der für interne Strukturierungen genutzten Zeit. „Unser Ziel war es, vor allem den Abschlussklassen einen bestmöglichen Abschluss zu ermöglichen. Mit heutigem Stand können wir vermelden, dass dies geschafft wurde“, zeigte sich Gunter Fruth erfreut, über die am Ende doch noch positive Entwicklung. Besonders hervorheben wollte Gunter Fruth gegenüber dem Abgeordneten Max Gibis auch noch die positiven Reaktionen der Schüler als diese wieder zurück an die Glasfachschule in den Präsenzunterricht durften. „Die Wertschätzung für den Ort Schule als soziale Einrichtung des Miteinanders und des Austausches ist durch die Corona Krise auf alle Fälle angewachsen“, resümierte der Schulleiter.


Im weiteren Verlauf des Gesprächs stellen die beiden Schulleiter Fruth und Haschek dem Abgeordneten Max Gibis sowie seinem Büroleiter Patrick Zens die Besonderheiten, die Aufgaben aber auch die aktuellen Herausforderungen der Glasfachschule Zwiesle vor. Neben der Kombination von Berufsschule im Dualen System, Berufsfachschule und Fachschule für alle, die eine Ausbildung im Bereich Glas in einer Vollzeitschule anstreben, macht die Glasfachschule in Zwiesel die zugehörige Manufaktur der Glashütte zu einem Unikat, das so auch bewahrt werden sollte, betonte der Landtagsabgeordnete Gibis. „Essentiell für den Bestand unserer Einrichtung sind natürlich die Schülerzahlen. In der Fachschule entwickeln sich diese für die nächsten beiden Jahre sehr gut, so dass wir hier wieder einen guten Grundstock an Schülern haben“, freute sich Gunter Fruth über die momentane Entwicklung. „Dabei halten sich die Nachfrage nach den Ausbildungszweigen Produktdesign Glas und Glastechniker mittlerweile die Waage.“

Zum Abschluss des Gesprächs stellten Fruth und Haschek dem Abgeordneten noch ihre Pläne für die Errichtung einer Gründerwerkstatt Glas Zwiesel (GWGZ) vor. Dadurch soll den Absolventen der Glasfachschule und jungen Glasschaffenden die Möglichkeit gegeben werden, sich in einem geförderten, strukturierten und kreativen Umfeld sowie mit der nötigen Infrastruktur auf die berufliche Selbstständigkeit im technischen und gestalterischen Glashandwerk vorzubereiten. „Ziel ist es, junge Menschen in der Glasregion Bayerischer Wald zu halten.“, betonte Gunter Fruth. „Wir haben mittlerweile fast zwei Generationen an gestaltenden und technischen Glashandwerkern und Glaskünstlern verloren, weil der Sprung in die Selbstständigkeit im Allgemeinen und so auch im Glasgewerbe viel Mut verlangt. Deshalb brauchen wir ein zukunftsweisendes Projekte mit nachhaltiger Wirkung für die gesamte Glasregion Bayern-Böhmen, das die jungen Gründer unterstützt.“

MdL Max Gibis zeigte sich begeistert von der Idee der Gründerwerkstatt Glas als Start für junge, selbstständige Glasschaffende. „Als Gründerzentrum könnte ich mir eine Anschubfinanzierung beispielsweise aus dem Wirtschaftsministerium durchaus vorstellen“, so MdL Max Gibis. „Zwingend notwendig für dieses Projekt wäre noch ein Träger, der die Co-Finanzierung leisten kann und auch eine spätere Finanzierung des Projekts sicherstellen kann.“ Diese Frage gilt es noch abzuklären, ehe die Frage nach einer Förderung in Angriff genommen werden kann. Der Standort dafür ist im Raum Zwiesel angedacht, für konkrete Aussagen ist es hier noch zu früh. Für die Personalplanung liegt bereits ein tragfähiges Konzept vor. Gibis, Fruth und Haschek vereinbarten, die Suche nach einem Träger gemeinsam anzugehen, ehe der Landtagsabgeordnete gemeinsam mit weiteren politischen Vertretern auch die Suche nach den passenden Fördertöpfen unterstützen wird.