MDL MAX GIBIS IM GESPÄRCH MIT HERBERT PREUß

Abgeordnetner zum Antrittsbesuch in Kollnburg

17.06.2020
MdL Max Gibis (l.) zusammen mit seinem Büroleiter Patrick Zens (r.) beim Antrittsbesuch beim Kollnburger Bürgermeister Herbert Preuß (2.v.r.) und seinem Stellvertreter Peter Schreiner (2.v.l.)
MdL Max Gibis (l.) zusammen mit seinem Büroleiter Patrick Zens (r.) beim Antrittsbesuch beim Kollnburger Bürgermeister Herbert Preuß (2.v.r.) und seinem Stellvertreter Peter Schreiner (2.v.l.)

Der Kollnburger Neu-Bürgermeister Herbert Preuß sieht es als wichtige Voraussetzung für seine Arbeit, einen guten und kurzen Draht zum zuständigen Landtagsabgeordneten zu haben. Deshalb hat er sich gleich nach seinem Amtsantritt um einen Termin mit dem Abgeordneten Max Gibis bemüht. Diesem Wunsch kam Gibis sofort nach und besuchte den neuen Bürgermeister bei einem Antrittsbesuch in Kollnburg.

„Für eine erfolgreiche Arbeit und eine positive Entwicklung der Gemeinde Kollnburg ist es meines Erachtens wichtig, dass alle politischen Entscheidungsträger vor Ort an einem Strang ziehen“, so Bürgermeister Herbert Preuß zur Einladung an den Abgeordneten Max Gibis. Gibis bestätigte dies und versprach unkomplizierte und schnelle Hilfestellungen durch ihn und seinen Büroleiter Patrick Zens bei allen Belangen.


Beim Gespräch mit dem Abgeordneten schilderten Bürgermeister Herbert Preuß und sein Stellvertreter Peter Schreiner dem Abgeordneten sowie seinem Büroleiter die aktuellen Thematiken in Kollnburg. „Momentan auf der Agenda steht der Bau einer neuen Bürgerhalle. Ein solch gewagtes Projekt mit entsprechend hohem Finanzeinsatz muss natürlich vor Beginn an genauestens auf Sinnhaftigkeit, Nutzen und Mehrwert untersucht werden“, so Preuß, der hier einen bodenständigen und pragmatischen Ansatz wählen will.

Wie vielerorts steht außerdem die Sanierung und Erweiterung des Kindergartens in Kollnburg an. „Dem steigenden Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen müssen wir Rechnung tragen und entsprechend handeln“, so der Neu-Bürgermeister. Gibis verwies bei der Thematik auf die umfangreichen Fördermöglichkeiten des Freistaats bei der Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen. „Hier besteht auch die Möglichkeit, Fördermittel des Freistaats mit Bundesfördermittel zu kombinieren“, erklärte Gibis.

Im Weiteren verwiesen Bürgermeister Preuß und sein Stellvertreter Schreiner auf eine Problematik, die vor allem die Gemeinde Kollnburg in seiner Eigenschaft als weit verzweigte Gemeinde mit vielen Ortsteilen und Weilern trifft. „Das Landratsamt besteht auf die Abstufung vieler Gemeindestraßen, die nur zu kleinen Ortsteilen, einzelnen Höfen oder abgelegenen Weilern führen, zu ausgebauten Feld- und Waldwegen. Die Problematik entsteht natürlich für die Anlieger, die dann für den Unterhalt zuständig sein werden“, erklärten Preuß und Schreiner. Gibis kennt das hohe Konfliktpotential solcher Straßenabstufungen und meinte hierzu: „Entscheidend sei die Straßen- und verkehrliche Bedeutung der einzelnen Straßen. Man wird sich, gemeinsam mit dem Landratsamt jeden einzelnen Fall genau anschauen müssen, um eine sachgerechte Einstufung zu bekommen.“

Auch der letzte Punkt, den Bürgermeister Preuß ansprach, liegt in der Typologie der weit verzweigten Gemeinde begründet. „Noch immer haben viele abgelegene Höfe eine private Wasserversorgung. Auch wenn sie früher nicht an die öffentliche Wasserversorgung anschließen wollten, so haben die trockenen Sommer sowie die strengen Auflagen der Gesundheitsämter für private Brunnen zu einem Umdenken bei vielen Privatversorgern geführt“, erläutert Herber Preuß. „Leider sind die Förderungen für Ersterschließungen nach RZWas bei der Wasserversorgung im Jahr 2016 ausgelaufen und seitdem werden über ein Härtefallprogramm nur noch Sanierungen von Wasserleitungen gefördert.“ MdL Max Gibis bestätigte, dass diese Problematik gerade im Landkreis Regen momentan sehr oft an ihn herangetragen werde. „Vornehmliches Ziel muss es aber sein, das Härtefallprogramm nach RZWas, in dem jährlich 70 Mio. Euro für die Sanierung von Wasserleitungen bereitgestellt werden, über 2021 hinaus zu verlängern“, so Gibis. „Vielleicht besteht die Möglichkeit, hierbei Mittel für Neuerschließungen umzuschichten, wobei dies nicht ganz leicht sei, weil bayernweit ein sehr hoher Erschließungsgrad erreicht sei und diese Problematik nur den ostbayerischen Raum mit seinen vielen Privatbrunnenbesitzern trifft.“ Nichtsdestotrotz versprach Gibis sich dafür einzusetzen und regte an, diese Thematik auch über die kommunalen Spitzenverbände einzuspeisen.