TRADITION, QUALITÄT UND INNOVATION - GIBIS BESUCHT FIRMA PFLEIDERER

MdL Gibis taucht in die Welt der Spezialpapiere ein

15.10.2019
MdL Max Gibis (r.) zusammen mit dem Geschäftsführer der Firma Pfleiderer Spezialpapiere Herrn Manfred Brückl (l.)
MdL Max Gibis (r.) zusammen mit dem Geschäftsführer der Firma Pfleiderer Spezialpapiere Herrn Manfred Brückl (l.)

Auf Einladung des Geschäftsführers Manfred Brückl hat der Landtagsabgeordnete Max Gibis das Unternehmen Pfleiderer Spezialpapiere GmbH & Co. KG in Teisnach besucht. MdL Max Gibis sieht es als wichtige Aufgabe als Landtagsabgeordneter an, sich regelmäßig über die Situation der heimischen Betriebe zu erkundigen, um einerseits zu wissen, welche Wirtschaftskraft im Bayerischen Wald beheimatet ist und andererseits auch regelmäßige Einblicke darüber zu bekommen, mit welchen Herausforderungen die Betriebe zu kämpfen haben.

Geschäftsführer Manfred Brückl setzte den Landtagsabgeordneten Max Gibis zunächst einmal über die Tradition der Firma Pfleiderer Spezialpapiere in Teisnach in Kenntnis. „Das Unternehmen wurde im Jahr 1881 gegründet, kann auf eine bewegte Geschichte zurückschauen und hat sich mit Hilfe verschiedener Umstrukturierungen bis heute auf dem Gebiet der Spezialpapiere auf dem Markt behaupten können“, so der Geschäftsführer, der im Folgenden die Eckdaten des Betriebs schilderte. „Mit unseren 220 Mitarbeitern, darunter Auszubildenden in den verschiedensten Lehrberufen, stellen wir 40.000 Tonnen an Spezialpapieren für die unterschiedlichsten Abnehmer und Einsatzbereiche in der ganzen Welt her.“ Im Vergleich dazu stellen gewöhnliche Papierhersteller im graphischen Bereich die 10-20 fachen Mengen her. „Doch wir können Papier kundenorientiert auch in kleinen Mengen produzieren, genau wie es der Kunde haben möchte. So stellen wir etwa fettdichte Papier für die Butterverpackung, Verpackungen für die Lebensmittelindustrie, Verpackungspapiere aller Art, Papier für die Industrie und auch zahlreiche innovative Papierprodukte her“, so Manfred Brückl.


„Um konkurrenzfähig zu bleiben und angesichts der wachsenden Herausforderungen im Industriesektor mithalten zu können, muss man innovative Produkte auf den Markt bringen“, so der Geschäftsführer, der in den vergangenen Jahren über 10 Mio. Euro in die Modernisierung der Produktionslinien  gesteckt hat. „Damit sind wir erstklassig aufgestellt, so dass wir eine hohe Bandbreite an Produkten mit herausragender Qualität anbieten können“, zeigte sich Brückl stolz. Im Bereich der Innovationen setzt die Pfleiderer Spezialpapiere vor allem auf Papierprodukte als Ersatz für Kunststoffe und Plastikverpackungen, beispielsweise in der Lebensmittelindustrie. „Wir können diese Produkte, wie etwa Trinkhalme aus Papier oder Lebensmittelverpackungen aus Papier bereits heute herstellen, doch liegen wir damit noch deutlich über den Preisen für die Produkte aus Kunststoff. „Dies ist für den Handel noch ein Hemmschuh, aber wir realisieren, dass der gesellschaftliche Druck den Widerstand der Verantwortlichen im Handel spürbar aufweicht. Wie sind mit unseren Produkten bereit, den Plastikmüll zu reduzieren.“ Neben den gewöhnlichen Rohstoffen wie Altpapier sowie dem Zellstoff, das aus Hölzern aus der ganzen Welt bezogen wird, stellt die Firma Pfleiderer Spezialpapiere mittlerweile auch Papierprodukte mit einem bestimmten Anteil an Gras her. „Papier aus Gras benötigt deutlich weniger Wasser und Energie zur Herstellung und ist damit ökologischer.“

 Zum Abschluss kam Geschäftsführer Manfred Brückl noch auf ein Thema zu sprechen, das ihm Sorgen bereitet. „Wir gehören in der Papierherstellung zu den energieintensiven Industrien. Obwohl wir einen Nachteilausgleich für die EEG-Umlage vom Staat bekommen, belaufen sich alleine unsere Energiekosten auf rund 10% des Umsatzes. Wenn wir durch den Atomausstieg, durch den Kohleausstieg sowie durch fehlende Netze keine Versorgungssicherheit sowie keinen stabilen Strompreis in Deutschland bereitstellen können, dann gefährden wir große Teile der Industrie“, mahnt Manfred Brückl an. „Um unsere Arbeitsplätze und damit auch unseren Wohlstand zu behalten, sind wir auf vernünftige Energiepreise angewiesen und wir dürfen aus ideologischen Gründen nicht an dem Ast sägen, auf dem wir sitzen.“ MdL Max Gibis pflichtete ihm bei und erläuterte, dass er sich momentan auch darum sorge, dass bei allen Diskussionen zu Thema Klimaschutz und erneuerbare Energien, das wichtigste, nämlich die Konkurrenzfähigkeit der heimischen Wirtschaft, dem Rückgrat unseres Wohlstandes, auf der Strecke bleibe. „Hier muss dringend ein Umdenken erfolgen, sonst finden wir uns in wenigen Jahren auf dem Boden der Tatsachen wieder. Es gibt auch vernünftige Wege, die Themen Umwelt und Klimaschutz in Einklang mit den Interessen der Wirtschaft und damit letztendlich auch in Einklang mit den Interessen der Arbeitnehmer in Deutschland zu bringen“, so MdL Max Gibis, der sich insgesamt wieder einmal überrascht zeigte, welch schlagkräftige Firmen, im Bayerischen Wald angesiedelt sind. „Insgesamt sind wir zukunftsfähig aufgestellt, so dass ich mich im Moment langfristig um die Firma Pfleiderer nicht sorge“, so Manfred Brückl abschließend.