GEISSKOPFBAHN IN BISCHOFSMAIS MÖCHTE KRÄFTIG INVESTIEREN

Gespräch mit MdL Max Gibis - Bau einer 6-er Sesselbahn angedacht

02.08.2019
MdL Max Gibis (2.v.r.) zusammen mit Baron Franz Dominik v. Poschinger-Bray (2.v.l.), Projektleiter Dr. Helmut Ring (r.) und Betriebsleiter Alexander Achatz (l.) vor den aktuellen Liften, einem Schlepper und einer 1-er Sesselbahn, die dann weichen sollen.
MdL Max Gibis (2.v.r.) zusammen mit Baron Franz Dominik v. Poschinger-Bray (2.v.l.), Projektleiter Dr. Helmut Ring (r.) und Betriebsleiter Alexander Achatz (l.) vor den aktuellen Liften, einem Schlepper und einer 1-er Sesselbahn, die dann weichen sollen.

Die Verantwortlichen der Geisskopfbahn Unterbreitenau in Bischofsmais um Baron Franz Dominik v. Poschinger-Bray haben den Landtagsabgeordneten Max Gibis eingeladen, um ihn zum einen über den Stand der Investitionen und Erweiterungsmaßnahmen zu informieren und zum anderen auch um sich seine Unterstützung zu sichern. Baron Franz Dominik v. Poschinger-Bray aus Irlbach, Besitzer und Betreiber der Geisskopfbahn, empfing zusammen mit seinem Projektleiter Dr. Helmut Ring und dem Betriebsleiter Alexander Achatz den Landtagsabgeordneten am Geisskopf vor Ort und erläuterten ihm den Stand der Dinge der Ausbaupläne.

„Wir standen vor der wegweisenden Entscheidung, jetzt kräftig zu investieren, um den Geisskopf für die Zukunft fit zu machen und schlagkräftig aufzustellen“, schilderte Baron Franz Dominik v. Poschinger Bray die bisherigen Überlegungen. „Wegen des kombinierten Sommer- und Winterbetriebes mit Skifahren und Rodeln im Winter sowie dem Bikepark, Sommerrodeln und Wandern im Sommer sehen wir eine hervorragende Grundlage für weitere Investitionen. Deshalb haben wir einen Masterplan für alle möglichen Investitionsmaßnahmen in den nächsten Jahren entworfen. In einem ersten Schritt wollen wir dabei vor allem eine neue kuppelbare 6-er Sesselbahn errichten.“

Gerade hinsichtlich des Bikeparks hat sich der Geisskopf mittlerweile überregional einen Namen gemacht und ist hinsichtlich der Infrastruktur an Downhill-Strecken konkurrenzfähig, wenn nicht sogar führend, aufgestellt. „Allerdings stoßen wir bei den Förderkapazitäten an unsere Grenzen“, so Projektleiter Dr. Helmut Ring. „In Stoßzeiten haben die Radfahrer Wartezeiten von bis zu 45 Minuten und zusätzlich 14 Minuten Fahrtzeit mit der in den 60er Jahren gebauten 1-er Sesselbahn. Hier haben wir Handlungsbedarf und glauben, dass wir dem ohnehin boomenden Bikesport mit der neuen Sesselbahn noch einem einen Aufschwung verpassen können.“

MdL Max Gibis zeigte sich sehr angetan von den Plänen aus dem Hause von Poschinger-Bray. „Gerade in einer kombinierten Nutzung von Wintersportgebieten auch im Sommer liegt die Zukunft“, so der Abgeordnete. „Die gesellschaftliche Entwicklung hin zu mehr Umwelt- und Klimaschutz akzeptiert Investitionen in die Skigebiete vor allem dann, wenn diese Investitionen auch im Sommer einen Nutzen haben.“ Betriebsleiter Alexander Achatz bestätigte, dass die neue 6-er Sesselbahn sowohl ein Zugewinn für Wintersportler wäre als auch immense Vorteile für die Biker und Rodler im Sommer hätte. „Wir sind überzeugt davon, dass unser Konzept zukunftsfähig ist und dass das Potential am Geisskopf noch lange nicht ausgeschöpft ist.“

Flankierend zum Bau der neuen 6-er Sesselbahn sind auch weitere Investitionen in Beschneiungsanlagen, Gastronomie, Infrastruktur und Parkmöglichkeiten angedacht. „Unser Fokus liegt aber momentan vor allem auf dem Bau der 6-er Sesselbahn“, so Projektleiter Dr. Helmut Ring. „Die Planungsarbeiten laufen auf Hochtouren und sämtliche Details sind mit den zuständigen Behörden auch schon abgestimmt und besprochen.“ Eine Förderung der Anlage wäre aus der Bayerischen Seilbahnrichtlinie möglich. Bis zu 35 % der förderfähigen Investitionskosten könnten so vom Freistaat übernommen werden. „Wir können die Investition nur stemmen, wenn wir auf Fördermittel des Freistaats zurückgreifen können“, so Baron Franz-Dominik v. Poschinger-Bray. „Für 2019 wären auch noch entsprechende Fördermittel frei. Doch hier drängt die Zeit, um noch bis Ende des Jahres eine Baugenehmigung zu erhalten, mit der Maßnahme zu beginnen und so die Mittel abrufen zu können“, ergänzte Dr. Helmut Ring. „Wir werden aber unser besten probieren, um das Best-Case Szenario verwirklichen zu können.“

MdL Max Gibis versprach, sich dafür einzusetzen, dass ein Maßnahmenbeginn und ein Mittelabruf noch im Jahr 2019 erfolgen können. „Sollte es zu Verzögerungen kommen, werde ich mich natürlich dafür einsetzen, dass auch im Förderjahr 2020 genügend Mittel im Nachtragshaushaltsansatz zur Verfügung stehen, dass die Baumaßnahme dann im Jahr 2020 begonnen und gefördert werden kann.“