GUTE NACHRICHTEN FÜR DIE PHYSIOTHERAPIE-SCHULE FREYUNG

Schulgeldersatz für nichtärztliche Heil- und Assistenzberufe

05.06.2019
MdL Max Gibis (l.) zusammen mit Schulleiterin Astrid Schricker (mitte) und Geschäftsführer Ludwig Brunner (r.) vor der Physiotherapie-Schule in Freyung.
MdL Max Gibis (l.) zusammen mit Schulleiterin Astrid Schricker (mitte) und Geschäftsführer Ludwig Brunner (r.) vor der Physiotherapie-Schule in Freyung.

Um die Auswirkungen der jüngst eingeführten Regelung des Bayerischen Landtags zum Schuldgeldersatz u.a. für Physiotherapieschulen auf die Praxis in Erfahrung zu bringen, hat der Landtagsabgeordnete Max Gibis die Berufsfachschule für Physiotherapie in Freyung besucht. Der Abgeordnete hatte sich beim Geschäftsführer Ludwig Brunner sowie der Schulleiterin Astrid Schricker angekündigt, nachdem der Bayerische Landtag im Zuge der Verabschiedung des Doppelhaushaltes 2019/2020 auch ein Modell eines Gesundheitsbonus für die Berufsfachschulen der nichtärztlichen Heil- und Assistenzberufe in privater Trägerschaft verabschiedete hatte. Gibis hatte sich in Absprache mit Geschäftsführer Ludwig Brunner zuvor immer wieder für den Gesundheitsbonus, der in Form eines Schulgeldersatzes an die Schulen ausbezahlt wird, eingesetzt.

Bereits im Jahr 2013 hatte der Bayerische Landtag einen Pflegebonus für die Ausbildungsberufe in der Altenpflege, in der Kinderpflege, in der Heilerziehungspflege sowie bei Erzieher/innen eingeführt. „Dabei erhalten die Schulträger einen klassenbezogenen Zuschuss, wenn sie auf die unmittelbare Erhebung von Schulgeld bei ihren Schülerinnen und Schülern verzichten“, erklärte MdL Max Gibis die seit 2013 bestehende Regelung. „Analog dazu wurde nun auch ein Gesundheitsbonus für die Berufsfachschulen der nichtärztlichen Heil- und Assistenzberufe in privater Trägerschaft eingeführt, wozu auch die Berufsfachschulen für Physiotherapie zählen.“ Neben der staatlichen Schulfinanzierung für Schulen von privaten Trägern in Höhe von 79% des teilpauschalierten Lehrpersonalaufwandes als Betriebszuschuss erhalten diese – überwiegend staatlich anerkannten – Berufsfachschulen nun auch noch einen Gesundheitsbonus – sofern auf die Erhebung von Schulgeld bei den Schülern verzichtet wird.

Geschäftsführer Ludwig Brunner freute sich, dass diese Regelung nun endlich ausgeweitet wurde und davon nun auch die Physiotherapie-Schule in Freyung profitiert. „Nur mit dem Betriebskostenzuschuss konnten wir unsere Ausgaben nicht decken, deshalb mussten wir bisher ein Schuldgeld in Höhe von 195 € pro Schüler und Monat verlangen“, so der Geschäftsführer. „Durch den Wegfall erhoffen wir uns, dass die Ausbildung zum Physiotherapeuten noch attraktiver wird.“

„Im Momenten haben wir zwar noch keinen Mangel an Schülern, doch können wir dank dieser Unterstützung nun optimistisch in die Zukunft blicken und vor allem unsere Schüler bzw. deren Eltern finanziell entlasten“, ergänzte Schulleiterin Astrid Schricker. „Wir stehen mit der Ausbildung zum Physiotherapeuten auch in Konkurrenz zu anderen Ländern, in denen die Physiotherapie als Studiengang an den Hochschulen angeboten wird. Doch Dank des großen Praxisanteils der Physiotherapieausbildung in Deutschland sind unsere Absolventen den Studienabgängern um einiges voraus. Wir brauchen uns deshalb nicht verstecken.“

MdL Max Gibis freute es, dass mit der Einführung des Gesundheitsbonus auch die Berufsfachschule für Physiotherapie in Freyung gestärkt werden konnte und die gute Nachricht dort mit Freuden aufgenommen wurde. „Damit wurde auch der Schulstandort Freyung weiter gestärkt, denn die Physiotherapie-Schule hat einen Einzugsbereich von Passau über Regen bis hinein ins österreichische Mühlviertel“, so der Abgeordnete.  


Für die am 01.10.2019 beginnende Ausbildung sind nur noch wenige Restplätze frei. Interessenten können sich unter www.berufsfachschule-physiotherapie-frg.de näher informieren.