MDL MAX GIBIS ZUM GESPRÄCH BEI DER FIRMA SESOTEC

Geschäftsführer Marc Setzen äußert Anliegen an die Politik

02.08.2018
MdL Max Gibis (2.v.l.) zusammen mit den beiden Sesotec-Geschäftsführern Marc Setzen (2.v.r) und Markus Schwarzkopf (r.) sowie Andreas Estner vom VDMA (l.)
MdL Max Gibis (2.v.l.) zusammen mit den beiden Sesotec-Geschäftsführern Marc Setzen (2.v.r) und Markus Schwarzkopf (r.) sowie Andreas Estner vom VDMA (l.)

Auf Einladung des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sowie des Geschäftsführers Marc Setzen hat der Landtagsabgeordnete Max Gibis die Firma Sesotec in Schönberg besucht. In einer Gesprächsrunde mit den Sesotec Geschäftsführern Marc Setzen und Markus Schwarzkopf sowie Andreas Estner vom VDMA besprach der Landtagsabgeordnete einige Anliegen, die die Firma Sesotec an die Politik äußerte.

Das erste Thema, bei dem die Verantwortlichen der Firma Sesotec sowie der VDMA, ein Anliegen an die Politik äußerten, war der drohende Fachkräfte- und Facharbeitermangel. „Gerade Firmen wie wir, die beständig expandieren, sind auf zusätzliche Facharbeiter und Fachkräfte angewiesen, die der Markt allerdings kaum noch hergibt“, so Geschäftsführer Marc Setzen. „Mit großen Anstrengungen ist es uns gelungen, die im letzten Jahr benötigten Facharbeiter, darunter viele Elektriker und Schweißer für unsere Fertigung, einzustellen. Dabei sind wir allerdings ganz neue Wege der Personalwerbung wie etwa Werbung durch Mitarbeiter gegangen und haben gerade beim Gehaltsniveau und auch bei den Sozialleitungen Anpassungen vorgenommen“, ergänzte Markus Schwarzkopf. „Trotzdem sind wir der Meinung, dass jetzt gehandelt werden muss, um auch in Zukunft flächendeckend genügend Handwerker und Facharbeiter für alle Branchen zur Verfügung zu haben“, betonte Geschäftsführer Setzen gegenüber dem Abgeordneten.

MdL Max Gibis verwies auf zahlreiche Stellschrauben, an denen nun gedreht werden müsse, um die Herausforderung des Fachkräfte- und Facharbeitermangels meistern zu können. „Wir sind hier alle gefordert, um dieses Problem in den Griff zu bekommen“, erklärte Max Gibis, der von innerbetrieblichen, politischen und gesamtgesellschaftlichen Ansätzen sprach. „Der erste Schritt ist sicherlich der, dass die Betriebe dafür sorgen, dass Handwerker und Facharbeiter anständig entlohnt werden. Dann finden sich auch wieder junge Menschen, die bereit sind eine Ausbildung in diesem Bereich zu beginnen.“ Darüber hinaus sieht der Landtagsabgeordnete aber auch die gesamte Gesellschaft in der Pflicht, wieder für mehr Wertschätzung für das Handwerk oder die Ausbildungsberufe zu sorgen. „Wir sind teilweise in einen Akademisierungswahn verfallen und haben ganz vergessen, dass unser System der dualen Ausbildung in Deutschland hervorragend funktioniert. Das müssen wir wieder mehr kommunizieren und in die Köpfe der Eltern bringen.“

Als letzten Punkt, nannte MdL Max Gibis allerdings auch die Politik, die gefordert ist, um hier Lösungen zu erreichen. „Der Schritt, ein Facharbeiter-Einwanderungsgesetz auf die Agenda zu setzen, geht in die richtige Richtung. Denn das Asylgesetz ist nicht das geeignete Instrument, um Fachkräfte nach Deutschland anzuwerben“, so Gibis. „Nur mit einem Fachkräfte-Einwanderungsgesetz können wir gezielt die Menschen ansprechen, die wir für unsere Industrie und unsere Handwerker benötigen.

Anschließend gab Sesotec Geschäftsführer Marc Setzen dem Abgeordneten Max Gibis noch ein Anliegen mit auf den Weg, das vornehmlich an die bayerische Landespolitik gerichtet ist. „Der Freistaat fördert seine kleinen- und mittleren Unternehmen (KMU) vorbildlich, wie kaum ein zweites Bundesland. Dennoch liegt der Fokus zum einen ausschließlich auf den KMU`s sowie zum anderen auf dem Schwerpunkt Digitalisierung, was allerdings für viele Menschen kaum greifbar ist“, so Marc Setzen. Zum einen regte Setzen an, in Zeiten der Expansionen von Unternehmen, die Grenzwerte für KMU`s nach oben anzupassen und zum anderen schlug er vor, Förderprogramme auch auf Investitionen in Service-Leistungen auszuweiten. „Zunächst einmal können Investitionen in Service-Leistungen in Zeiten von Fernwartungen fast immer der Digitalisierung eines Unternehmens zugeordnet werden und zum anderen sind Service-Leistungen auch in wirtschaftlich schlechten Zeiten, in denen die Produktion zurück geht, ein stabiler Faktor, so dass die Unternehmen hier nachhaltig gestärkt werden können“, so Setzen. MdL Max Gibis griff die Anregungen interessiert auf und versprach die Vorschläge bei Gelegenheit im Bayerischen Landtag einzuspeisen.