50 JAHRE STÄDTEBAUFÖRDERUNG - EINE ERFOLGSGESCHICHTE

Erneut 46,2 Mio. Euro für Niederbayern im Jahr 2021

11.01.2022
Das sanierte
Das sanierte "Weiße Schulhaus" in Rinchnach steht nun wieder für vielfältige Nutzungen offen

Im Jahr 2021 konnte die Städtebauföderung ihr 50-jähriges Jubiläum feiern. MdL Max Gibis bezeichnet sie als eine absolute Erfolgsgeschichte. "Die Städtebauförderung bietet auch aktuell ausgezeichnete Instrumente zur konkreten Gestaltung des Lebensumfeldes. In ganz Niederbayern finden wir großartige Beispiele für gelungene Sanierungen, für erlebbare Verbesserungen, für echte Nachhaltigkeit", so Gibis. "Auch in den Landkreisen Regen und Freyung-Grafenau konnten wieder tolle Projekte mit hohen Fördersummen umgesetzt werden."

Nach wie vor werden die gesellschaftlichen Auswirkungen auch in unseren Stadt- und Ortszentren aufgrund der Corona-Krise sichtbar und spürbar. Kontaktbeschränkungen und Lockdowns setzen dem klassischen Einzelhandel sowie der Gastronomie zu und legen strukturelle Schwächen unserer Stadt- und Ortskerne offen. EU, Bund und Freistaat haben mit viel Geld gegengesteuert und nicht nur mit 46,2 Millionen Euro allein für Niederbayern die Förderquote erneut auf hohem Niveau stabilisiert, sondern mit dem Sonderfonds „Innenstädte beleben“ der Bayerischen Staatsregierung auch gezielt neue inhaltliche Impulse für unsere Innenstädte gesetzt.

Trotz Pandemie haben viele Kommunen vor Ort Tatkraft bewiesen und wieder zahlreiche wichtige Projekte gestartet und zum Abschluss gebracht. Als gelungenes Beispiel im Landkreis Regen nennt Max Gibis die umfangreichen Sanierungen des ehemaligen "Weißen Schulhauses" in Rinchnach. Das denkmalgeschützte Gebäude aus der Wendezeit des letzten Jahrhunderts ist Teil des Schulzentrums direkt am Ortskern der Gemeinde Rinchnach. Die Sanierungsmaßnahmen am Weißen Schulhaus konnten 2021 abgeschlossen werden. Nach vielen Jahren des Leerstands steht den Rinchnacher Bürgern nun ein Haus für unterschiedliche kulturelle und gemeinschaftliche Veranstaltungen oder Treffen offen. Das Erdgeschoss beherbergt einen vielfältig nutzbaren Mehrzwecksaal mit Teeküche, in den oberen Stockwerken ist ausreichend Platz für den Jugendtreff, wechselnde Ausstellungen und die Gemeindebücherei. Mit viel Aufmerksamkeit für den Erhalt der historischen Baudetails kommt der ursprüngliche Charakter des Gebäudes Außen wie Innen wieder zur vollen Geltung. "Bei förderfähigen Gesamtkosten von rund 1,23 Millionen Euro konnten für dieses Sanierungsprojekt aus dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ Fördermittel in Höhe von rund 990.000 Euro bewilligt werden, freut sich MdL Max Gibis.

Ein weiteres, schönes Beispiel für die erfolgreiche Städtebauförderung stellt die Sanierung und Aufwertung der öffentlichen Flächen im Stadtteil "Froschau" in Freyung im Landkreis Freyung-Grafenau dar. Hier  wurden mit Hilfe der Städtebauförderung die Wege und Straßenzüge barrierefrei und hochwertig gestaltet. Von den Oberflächen der Straßen, neuen Gehwegen und Leuchten bis hin zu Begrünung und Freiflächengestaltung der öffentlichen Räume im Stadtteil wurden zahlreiche Verbesserungsmaßnahmen durchgeführt. Durch die kommunalen und staatlichen Investitionen konnten auch die Anwohner motiviert werden, eigene Mittel in die Aufwertung privater Flächen zu investieren. Dies zeigt sich besonders im Umfeld des kürzlich sanierten Ortingerhauses im Zentrum des Stadtteils. Der neue Platz vor dem heutigen „Europahaus“ lädt ein zum Verweilen und bildet eine gute Ergänzung zu den im Dachgeschoß neu geschaffenem Raum für Veranstaltungen wie Vernissagen, Dauerausstellungen oder Lesungen. Die förderungsfähigen Kosten für die Gestaltung der öffentlichen Räume betragen rund 2,8 Millionen Euro. Dafür konnten rund 2,2 Millionen Euro Fördermittel aus dem Bund-Länder-Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ kombiniert mit Mitteln aus der Initiative „Innen statt Außen“ des Bayerischen Städtebauförderprogramms beigesteuert werden.