NEUER REKORD FÜR DEN NATURSCHUTZ

Investitionen in Höhe von 16,2 Mio. Euro alleine in Niederbayern

02.02.2021

Rund 16,2 Mio. Euro konnten im vergangen Jahr in den Naturschutz in Niederbayern investiert werden und damit rund 26 Prozent mehr als noch 2020. Dies möglich machten die im Rahmen der Umsetzung des Volksbegehrens "Rettet die Bienen" mit Begleitgesetz durch den Bayerischen Landtag zusätzlich zur Verfügung gestellten Mittel. "Mit den Zuschüssen von Freistaat, Bund und EU wurden Projekte zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten umgesetzt sowie Projekte zur Bewahrung unserer attraktiven Erholungslandschaften unterstützt", freute sich der Landtagsabgeordnete Max Gibis.

Gerade angesichts der Corona-Krise stellt sich diese positive Jahresbilanz mehr als erfreulich dar. "Durch die eingeschränkte Bewegungsfreiheit mussten wir erfahren, wie wertvoll eine intakte Natur und Landschaft vor unserer Haustür ist", so Max Gibis. "Gerade im Bayerischen Wald sind wir mit intakter Natur gesegnet. Diese gilt es zu bewahren, nicht nur aus touristischer Sicht, sondern auch als Lebensgrundlage für uns alle."

Im Detail flossen dabei 6,6 Mio. Euro in das Vertragsnaturschutzprogramm, bei dem Land-und Forstwirte Gegenleistungen für naturschonende Bewirtschaftung ihrer Grundstücke erhalten. Hier konnte eine Steigerung von 33% gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden. Mit den Fördergeldern werden u.a. die dünge- und pflanzenschutzmittelfreie Nutzung der Flächen sowie eine extensive Weidewirtschft honoriert, um auf diese Weise die Insekten- und Vogelvielfalt zu erhalten.

Hinzu kommen rund 5,1 Mio. Euro für die Pflege und Erhaltung der niederbayerischen Kulturlandschaft über das Bayerische Biodiversitätsprogramm 2020 und das Klimaprogramm 2050. Auch hier flossen 34% mehr Mittel als noch im Jahr 2019. Mit Hilfe dieser Programme werden schwieriger zu bewirtschaftende, ökologisch aber besonders wertvolle, Biotope erhalten oder neu angelegt. Diese Maßnahmen werden vorrangig von örtlichen Landwirten durchgeführt.

"Ein besonderes Highlight im Bayerischen Wald war im Jahr 2020 die Renaturierung des Wolfertsrieder Baches im Landkreis Regen. Durch die Renaturierung in ein natürlich fließendes Gewässer des ehemals begradigten Baches konnte für die vom Aussterben bedrohte Flussperlmuschel ein natürlicher Lebensraum erhalten werden", betonte Max Gibis abschließend.