ZWEITE PHASE DER ÜBERBRÜCKUNGSHILFEN LÄUFT

Kleine und mittelständische Unternehmen können Antrag stellen

28.10.2020

Die gesundheitspolitisch notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie haben in vielen Branchen den Geschäftsbetrieb eingeschränkt. Unterstützungsmaßnahmen wie die Soforthilfe, Förderkredite, Steuerstundungen oder Kurzarbeitergeld sicherten die Zahlungsfähigkeit vieler Betriebe in der ersten Phase der Krise. Mittlerweile befinden wir uns in der zweiten Phase der Krise und der Geschäftsbetrieb zahlreicher Unternehmen ist weiterhin oder wieder beeinträchtigt. Um die Existenz dieser Betriebe zu sichern, werden sie branchenübergreifend mit Überbrückungshilfe unterstützt. Diese Überbrückungshilfen wurden nun verlängert und die Antragstellung der zweiten Phase hat am 21. Oktober begonnen.

Das Bundesprogramm der Überbrückungshilfen, das mit bis zu 24,6 Mrd. Euro ausgestattet ist, umfasst mittlerweile zwei Phasen. Die erste Phase (Überbrückungshilfe I) umfasste die Fördermonate Juni bis August 2020. Die Antragsfrist für die Überbrückungshilfe I endete am 9. Oktober 2020 und rückwirkende Anträge können nicht mehr gestellt werden.

Der Bund hat nun aufgrund der immer noch angespannten und sich teilweise verschärfenden Situation für die kleinen und mittelständischen Unternehmen die Verlängerung der Überbrückungshilfe beschlossen. Die zweite Phase der Überbrückungshilfe (Überbrückungshilfe II) umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für die zweite Phase können seit dem 21. Oktober 2020 bis 31. Dezember 2020 gestellt werden.

Antragsberechtigt bei den Überbrückungshilfen II sind Unternehmen, deren Umsatz in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 50 Prozent gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten zurückgegangen ist oder deren durchschnittlicher Umsatz im gesamten Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen ist. 

Eine Ausnahme gilt für Unternehmen, die aufgrund starker saisonaler Schwankung ihres Geschäfts in den Monaten April bis August 2019 insgesamt weniger als 15 Prozent des Jahresumsatzes erzielt haben. Diese können von der Bedingung des Umsatzrückgangs von 50 Prozent freigestellt werden. Bei Unternehmen, die zwischen dem 1. September 2019 und 31. Oktober 2019 gegründet worden sind, sind die Monate November 2019 bis Februar 2020 zum Vergleich heranzuziehen.

Erstattet werden lediglich betriebsbedingte Fixkosten. Die Höhe der Erstattung richtet sich nach den Umsatzrückgängen. So werden 90% der Fixkosten bei mehr als 70% Umsatzeinbruch erstattet, 60% der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50% und 70% sowie 40% der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 30% und 50% im Leistungsmonat im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dabei wird die Überbrückungshilfe maximal für vier Monate gewährt und beträgt maximal 200.000 Euro.

Weitere Infos, insbesondere wer antragsberechtihgt ist, welche Kosten im Detail übernommen werden und wie sich die Überbrückungshilfen II im Vergleich zu den Überbrückungshilfen I unterscheiden, finden Sie zum Download rechts unten auf der Seite.