KABINETT BESCHLIESST NATIONALPARKERWEITERUNG

Forderungskatalog des CSU-Kreisverbandes fast vollständig erfüllt

06.10.2020
Freuten sich über die Erweiterung des Nationalparks Bayerischer Wald, insbesondere über das Eingehen der Staatsregierung auf ihren Forderungskatalog: Der CSU-Kreisverband Freyung-Grafenau
Freuten sich über die Erweiterung des Nationalparks Bayerischer Wald, insbesondere über das Eingehen der Staatsregierung auf ihren Forderungskatalog: Der CSU-Kreisverband Freyung-Grafenau

In seiner heutigen Kabinettsitzung hat der bayerische Ministerrat um Ministerpräsident Dr. Markus Söder die Erweiterung des Nationalparks Bayerischer Wald um 600 Hektar im Osten der Gemeinde Mauth, die bisher von den Bayerischen Staatsforsten bewirtschaftet wurden, beschlossen. Mit der Erweiterung wird der Nationalpark Bayerischer Wald zum größten Wald-Nationalpark in Deutschland. Zusammen mit der Erweiterung wurden – sehr zur Freude des CSU-Kreisverbandes Freyung-Grafenau – umfangreiche Ertüchtigungen und Aufwertungen im touristischen und infrastrukturellen Bereich des Parks beschlossen. Der CSU-Kreisverband hatte diese Maßnahmen zuvor in einem Forderungskatalog, der nun nahezu vollständig erfüllt wurde, gefordert.

„Für unsere Region stellt die nun beschlossene Nationalparkerweiterung zusammen mit den angedachten Verbesserungen im Bereich Infrastruktur sowie den Aufwertungen im touristischen Bereich eine Win-Win-Situation dar“, so CSU-Kreisvorsitzender Dr. Olaf Heinrich. „Zum einen steigern wir mit der moderaten Erweiterung des Nationalparks dessen Bedeutung als nun größtes Waldschutzgebiet in Deutschland. Zum anderen profitiert die Region um den südlichen Bereich des Nationalparks vom erhöhten touristischen Potential sowie auch von der verbesserten Besucherlenkung.“ Der Fraktionssprecher der CSU im Kreistag, Max Gibis, pflichtete ihm bei. „Die Nationalparkerweiterung durfte nicht über die Köpfe der Menschen vor Ort entschieden werden. Vor allem aber müssen die Menschen auch davon profitieren, dass es ein Mehr an Schutzgebiet in Zukunft geben wird“, so Gibis. „Die Vorgehensweise war nun vorbildlich: Durch eine ausführliche Kommunikation im Vorfeld sowie durch die Erfüllungen der Forderungen von den Verantwortlichen vor Ort, fühlen sich alle mitgenommen und die Region kann sich als Gewinner der Nationalparkerweiterung sehen.“


Vor der Entscheidung im Kabinett gab es verschiedene Abstimmungsgespräche bei denen Landrat Sebastian Gruber, seine Stellvertreterin Helga Weinberger sowie MdL Max Gibis in der Staatskanzlei und im Umweltministerium zusammen mit dem Leiter der Staatkanzlei Dr. Florian Herrmann, Umweltminister Thorsten Glauber und Nationalpark-Leiter Dr. Franz Leibl die Belange der Gemeinde Mauth sowie des Landkreises Freyung-Grafenau besprochen haben. „Bei den Abstimmungsgesprächen wurde großes Verständnis für die Belange und Forderungen der Verantwortlichen vor Ort gezeigt. Deshalb möchten wir uns ausdrücklich für die konstruktiven Gespräche bedanken“, so MdL und CSU-Fraktionssprecher Max Gibis.

So hat die Bayerische Staatsregierung grünes Licht für die Forderungen der Gemeinde Mauth gegeben, die Wasserquellen, die Wander- und Radwege sowie die Loipen im Erweiterungsgebiet nutzen zu können. Außerdem wurden die Fragen der Brennholzversorgung, die Betretungsregelungen sowie die Nutzung der Buchwaldstraße zufriedenstellend geregelt. CSU-Bürgermeister Ernst Kandlbinder zeigte sich voll und ganz zufrieden mit den Zugeständnissen der Staatsregierung.

Besonders wichtig waren den Verantwortlichen des CSU-Kreisverbandes vor Ort eine bessere Besucherlenkung sowie ein verbessertes Parkplatzmanagement. Durch den Kabinettsbeschluss wurde nun zugesagt, dass das Umweltministerium zeitnah eine Untersuchung zur verbesserten Besuchersteuerung samt Parkplatzmanagement im gesamten Parkgebiet in Auftrag geben wird. Die daraus resultierenden Maßnahmen sollen dann auch zeitnah umgesetzt werden und die gesamte Infrastruktur um den Park entlasten.

Besonders erfreulich für die Kreis-CSU ist auch die Erfüllung der Forderung nach einem naturnahen Campingplatz. „Hier können wir eine touristische Lücke in diesem wachsenden Segment mit enormen touristischem Potential schließen“, so Kreisvorsitzender Dr. Olaf Heinrich. In Frage kommt dafür ein Areal nahe des Freilichtmuseums in Finsterau. „Hier können wir Synergieeffekte erzielen, weil zum einen die vorhandene Infrastruktur genutzt werden und auch das Freilichtmuseum noch stärker in den Mittelpunkt gerückt werden kann. Touristische Potentiale können so noch effizienter genutzt werden“, betonte Fraktionssprecher Max Gibis.

Als letzte Forderungen werden auch noch der Wunsch der Gemeinde Mauth nach einem Aussichtsturm am Wistlberg sowie der Wunsch des Landtagsabgeordneten Max Gibis nach einer gastronomischen Einrichtung im südlichen Parkgebiet erfüllt. Die kleine Ganzjahresgastronomie soll ebenfalls am Aussichtsturm am Wistlberg angesiedelt werden und kann dort als Einkehr für Wanderer und Wintersportler dienen. Zudem soll der zentrale Parkplatz am Skistadion Finsterau in der Nähe des Wistlbergs zusammen mit einem weiteren Parkplatz beim Aussichtsturm die zentrale Anlaufstelle für Wanderungen im Park oder ins benachbarte Tschechien sowie für die Wintersportler auf den Finsterauer Loipen werden.

„Mit dem Zusagen durch die Staatsregierung auf unsere Forderungen können wir rundum zufrieden sein“, so Heinrich und Gibis. „Wir erreichen signifikante Verbesserungen bei der Parkplatzsituation, schließen mit dem Campingplatz eine Angebotslücke und erhöhen das touristische Potential mit den Einrichtungen am Wistlberg.“