DIGITALISIERUNG ZUR BAYERISCHEN ERFOLGSGESCHICHTE MACHEN

Strategie BAYERN DIGITAL vom Kabinett verabschiedet

04.04.2019

Der Freistaat Bayern will die Digitalisierung, den größten Epochenwechsel der Neuzeit, aktiv mitgestalten und zu einer bayerischen Erfolgsgeschichte machen. Mit der Verabschiedung der Strategie BAYERN DIGITAL durch das bayerische Kabinett mit einem Investitionsvolumen von 6 Mrd. Euro bis 2022 und Investitionen für den gesamten IT-Bereich alleine im Doppelhaushalt 2019/2020 von rund 3,1 Mrd. Euro ist die Grundlage dafür gelegt.

"Mit unserer Digitalstrategie nutzen wir Chancen und behalten die Risiken im Blick", so MdL Max Gibis zum Beschluss des Kabinetts. "Wir bündeln die Stärken, konzentrieren die Kräfte, verbessern die Zusammenarbeit und treiben konkrete Leitprojekte voran, um die richtigen Weichen zu stellen." Die Strategie BAYERN DIGITAL umfasst insgesamt 10 Handlungsfelder.

Zu allererst will sich Bayern einem Digital-TÜV stellen. Externe Fachleute aus renommierten Beratungsfirmen sollen die Bilanz der bayerischen Strategie BAYERN DIGITAL auf den Prüfstand stellen. Außerdem soll Bayern zu einem führenden Standort für Künstliche Intelligenz (KI) werden. Dazu baut die Staatsregierung ein landesweites Kompetenznetzwerk auf. "Ziel ist es, neue Forschungskapatitäten sowie bestehende Einrichtungen miteinander zu verknüpfen", so MdL Max Gibis. Für den Aufbau des KI-Netzwerkes sind in den nächsten Jahren rund 130 Mio. € sowie 95 Stellen vorgesehen.

Als drittes Handlunsgfeld soll Bayern Spitzenstandort  für Additive Fertigung (3D-Druck) werden. Bereits hat Bayern hier eine führenden Position in Wissenschaft und Wirtschaft. Dies soll über ein Kooperationsprojekt, das auf dem Campus Garching angesiedelt wird, noch weiter ausgebaut wird. Außerdem soll die Blockchain-Technologiegezielt für Bayern in der Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft genutzt werden.

"Einen großen Teil der bayerischen Digitalisierungsstrategie macht der Bereich Schulen aus", so MdL Max Gibis. Bis zum Jahr 2024 sollen Bayerns Schulen bei der Digitalisierung mit rund einer Milliarde Euro unterstützt werden, allein mit 212,5 Mio. Euro durch den Freistaat bis 2020. Damit werden insgesamt 11.000 Klassenzimmer digital ausgerüstet. Darüber hinaus startet der Freistaat mit "DigiMed Bayern" ein Pilotprojekt für den praktischen Einsatz datenbasierter Medizin "Dadurch sollen Theraphien möglichst passgenau auf den Patienten ausgerichtet werden", begründet Max Gibis das Pilotprojekt.

Bis Ende 2020 sollen die wichtigsten Verwaltungsdienstleistungen in Bayern vollständig digital, mobil und über eine BayernApp bereitsstehen. Der Freistaat wird die Kommunen hier durch ein Förderprogramm unterstützen.

Daneben wird der Freistaat die Sicherheit im Cyberraum stärken. Dies basiert auf folgenden Säulen: Prävention, Reaktion, Repression und Koordination! Dazu soll es ab 2020 auch einen digitalen Streifenwagen "Mobile Police" geben. "Wir werden die bayerische Polizei hochmodern ausrüsten und mit innovativer Technik ausstatten. Dafür sehen wir in den nächsten fünf Jahren rund 122 Mio. Euro für neue IT-Technik und 86 neue IT-Mitarbeiter vor", so MdL Max Gibis. Als letztes Handlungsfeld wird der Freistaat auch seine Justiz noch digitalisieren.