UNTERSTÜTZUNG DES FREISTAATS FÜR DIE HEBAMMEN

Zukunftsprogramm Geburtshilfe gestartet

19.12.2018

Auf Bundesebene und in Bayern sind gerade für die freiberuflich tätigen Hebammen in den letzten Jahren eine Vielzahl von Maßnahmen und Leistungen beschlossen worden, mit denen die Hebammen unterstützt und entlastet werden. So wurde beispielsweise bereits am 28. September 2018 die erste Fördersäule des "Zukunftsprogramms Geburtshilfe" gestartet. Damit unterstützt das bayerische Gesundheitsministerium die Kommunen in Bayern dabei, die wohnortnahe Geburtshilfe zu erhalten.

"Wir als CSU setzen uns auch weiterhin für die Hebammenversorgung im Freistaat ein und werden unseren Einsatz bei diesem Thema weiter verstärken, um auch in den ländlichen Regionen, wie etwa dem Bayerischen Wald, eine Geburtshilfe gewährleisten zu können", so MdL Max Gibis. "Die erste Fördersäule, bei der jährlich 5 Mio. Euro zur Verfügung gestellt werden, ist bereits in diesem Jahr angelaufen, eine zweite Fördersäule, der Defizitausgleich für Geburtshilfeabteilungen an Krankenhäusern, wird im Jahr 2019 dazu kommen."

Die Fördersumme in Höhe von 5 Mio. Euro der ersten Fördersäule steht vor allem für Landkreise und kreisfreie Städte zur Verfügung, um die Geburtshilfe vor Ort sicherstellen zu können. Die Höhe der zweiten Fördersäule für den Defizitausgleich der Krankenhäuser wird erst in den anstehenden Haushaltsberatungen festgelegt werden. Neben den beiden Fördersäulen des Freistaates sind aber in den letzten Jahren schon etliche Entlastungen und Unterstützungen der Hebammen erreicht worden.

So werden mittlerweile die Steigerungen der Berufshaftpflichtversicherungen durch die gesetzlichen Krankenkassen vollständig ausgeglichen und die individuellen Aufwendungen für Berufshaftpflichtprämien werden durch die Krankenkassen weitgehend refinanziert, so dass die tatsächliche jährliche Belastung in der Geburtshilfe unter 150 Euro liegt.

Daneben wurden die Honorare für freiberufliche Hebammen in den letzten Jahren immer wieder deutlich erhöht, zuletzt im Jahr 2017 um mehr als 17 Prozent. Der Freistaat gewährt darüber hinaus einen nicht zweckgebundenen Hebammenbonus in Höhe von 1.000 Euro im Jahr für in der Geburtshilfe freiberuflich tätige Hebammen, wenn sie mindestens vier Geburten im Jahr nachweisen können.

Mit Verbesserungen bei der Ausbildung sowie beim Berufseinstieg wird der Hebammenberuf insgesamt gestärkt. So gibt es ein Gründerpaket für Hebammen, bei der erstmalig freiberuflich tätige Hebammen eine Unterstützung in Höhe von 5.000 Euro erhalten. Mit der Niederlassungsprämie, die ab September 2019 ausbezahlt werden soll, soll eine flächendeckende Versorgung in Bayern sichergestellt werden.

Als letzten Punkt der umfangreichen Unterstützungen für die Hebammen hat der Freistaat Angebote zur akademischen Bildung von Hebammen auf den Weg gebracht und unterstützt gleichzeitig die Berufsfachschulen für Hebammen wie Krankenhäuser. Die Krankenkassen übernehmen somit die Betriebskosten der Berufsfachschulen und der Freistaat übernimmt die Kosten für Bau und Ausstattung in vollem Umfang.