NEUE TOURISMUSINITIATIVE FÜR BAYERN

Förderprogramm deutlich aufgestockt - Nutzen vor allem für den ländlichen Raum

13.06.2018

Um die Regierungserklärung des neuen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder möglichst rasch umzusetzen, hat das Kabinett die neue Tourismusinitiative Bayern beschlossen. Markus Söder betonte, dass Bayern mit dieser Offensive das "Tourismusland Nummer 1" in Deutschland bleiben wird. Die neue Tourismusinitiative wird zehn Themenschwerpunkte umfassen, insbesondere wird die jährliche Förderung deutlich aufgestockt werden und die Chancen der Digitalisierung sollen konsequent genutzt werden.

"Klasse statt Masse und ein gutes Miteinander von Touristen und einheimischer Bevölkerung in ganz Bayern. Wir wollen, dass Bayern bleibt wie es ist und wie es Gäste und Einheimische schätzen - echt, unverfälscht, herzlich", das ist der ganzheitliche Ansatz der neuen Tourismusoffensive des Freistaates erklärt Markus Söder. "Der Tourismus in Bayern sichert das Einkommen von rund 600.000 Menschen im Freistaat. Dieser Bedeutung werden wir mit unserer neuen Tourismusinitiative gerecht", sagt Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer.  Deshalb wird vor allem die Förderung zur Stärkung der heimischen Tourismusbetriebe kräftig erhöht. Im nächsten Doppelhaushalt sollen die Mittel für die Tousimusförderung von momentan 64 Mio. auf über 100 Mio. Euro jährlich angehoben werden.

Ziel der neuen Tourismusinitiative ist eine nachhaltige Weiterentwicklung des Tourismus, die im Einklang mit Mensch und Natur steht und Bayerns Besonderheiten in Landschaft, Tradition und Gesellschaft wahrt. Die Offensive umfasst zehn Themenschwerpunkte, unter anderem die Förderung kleinerer Beherbergungsbetriebe, Gaststätten und Dorfwirtschaften, die die Hauptleistungsträger im Tourismus sind und die mit Förderprogrammen wie „Qualität und Gastlichkeit oder „Barrierefreie Gastlichkeit“ unterstützt werden sollen. "Damit profitiert vor allem auch der ländliche Raum von der neuen Initiative", so MdL Max Gibis.

Zudem sollen neue Tourismusleuchttürme wie hochwertige Hotellerie im ganzen Land angesiedelt und unterstützt werden. Die Attraktivität der öffentlichen touristischen Infrastruktur wie zum Beispiel gepflegte Loipen, botanische Gärten oder Abenteuerspielplätze wird weiter erhöht. Als wichtiges Projekt wird an der Hochschule Kempten ein Bayerisches Zentrum für Tourismus errichtet, das die vielfältigen Kompetenzen im Bayerntourismus bündeln und neue Impulse setzen soll.

Im Rahmen der neuen Tourismusoffensive sollen vor allem auch die Chancen und Möglichkeiten, die sich durch die Digitalisierung ergeben, wie zum Beispiel die Online-Buchbarkeit auch bei kleineren Betrieben im ländlichen Raum oder der Aufbau einer Bayern-Cloud für digitale Dienste im Tourismus, stärker genutzt werden.