Unsere Schullandschaft in Bayern braucht in den nächsten Jahren vor allem „Ruhe“ und „Beständigkeit“ in der Struktur auf der einen sowie Investitonen in die digitale Entwicklung auf der anderen Seite. Mit dem bestehenden Schulsystem ist Bayern gut gerüstet für die Zukunft. Anstatt dauernd am System zu feilen, muss nun an der Qualität gearbeitet werden, um das bayerische Bildungssystem auch langfristig zu einem Erfolgsmodell zu machen.
 
Mit dem 2017 beschlossenen Bildungspaket, das vor allem die Rückkehr zum G 9 beinhaltet, allerdings auch Maßnahmen zur qualitativen Verbesserung an allen bayerischen Schularten, wurde ein Schritt in die richtige Richtung gemacht. Mit einer Flexibilisierung der Lernzeit, mit einer nachhaltigen Überarbeitung der Lehrpläne, mit einer verbesserten Lehrerausbildung, mit einem Ausbau des Ganztagesangebotes sowie mit zusätzlichen Investitionen im Bildungsbereich, vor allem hinsichtlich der Digitalisierung des Klassenzimmers, ist Bayern so gut aufgestellt wie kaum ein zweites Bundesland.
 
Für mich sind zwei Dinge in der Bildungspolitik des Freistaates besonders wichtig. Das Schulsystem muss an jeder Stelle durchlässig sein, um weitere Qualifikationen zu ermöglichen. Dies hat sich in der Vergangenheit in Bayern bewährt und ist einer der Erfolgsfaktoren des bayerischen Schulsystems. Außerdem trete ich vehement dafür ein, Grundschulen vor Ort nach dem Motto „kurze Beine – kurze Wege“ zu erhalten. Nur so können die Kommunen im ländlichen Raum zukunftsfähig bleiben.

Daneben müssen wir unsere Schulen jetzt so ausstatten, dass sie unseren Nachwuchs die grundlegenden Fähigkeiten für eine digitale Gesellschaft mitgeben können. Nur wenn wir an den Schulen digital lernen können, können wir unseren Kindern dieses nötige Rüstzeug mit auf den Weg geben und sie fit für die Zukunft machen. Denn eines ist klar: Die Digitalisierung wird alle unsere Lebensbereiche verändern und als Vorreiter dieser Entwicklung können wir zu den Gewinner der Digitalisierung werden.