Max Gibis beeindruckt von moderner Forstwirtschaft

Landtagsabgeordneter informiert sich beim Forstbetrieb Bodenmais

2017-08-08

Die Bayerischen Staatsforsten sind trotz einer 300-jährigen Tradition bei der nachhaltigen Bewirtschaftung des bayerischen Staatswaldes eines der modernsten Unternehmen des Freistaates Bayern. Davon hat sich jetzt der Landtagsabgeordnete Max Gibis persönlich bei einem Besuch des Forstbetriebs Bodenmais überzeugt. Zusammen mit Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl sowie seinem Stellvertreter Dominik Schwarz war der Abgeordnete im Revier Rehberg unterwegs und bekam etliche Einblicke in die Arbeit der Bayerischen Staatsforsten durch Revierförster Max Hartinger und Forstwirtschaftsmeister Hermann Perl.

(v.l.) Stv.Forstbetriebsleiter Dominik Schwarz, Förster Max Hartinger, Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl, MdL Max Gibis und Forstwirtschaftsmeister Hermann Perl im Revier Rehberg

„Seit 2005 sind die Bayerischen Staatsforsten in ihrer jetzigen, professionellen Struktur mit 41 Forstbetrieben mit 370 Revieren in ganz Bayern als Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR) aufgestellt“, erklärte Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl beim ersten Stopp im Rehberger Revier. Dabei kommen den Bayerischen Staatsforsten zahlreiche verantwortungsvolle Aufgaben zu. „In erster Linie natürlich die verantwortliche, nachhaltige und vorbildliche Bewirtschaftung des Waldes im Eigentum des Freistaates Bayern“, ergänzte sein Stellvertreter Dominik Schwarz und gab eine Übersicht über die Aufgaben. „Zusätzlich sorgen wir mit unserer Arbeit auch für Wertschöpfung für den Freistaat Bayern sowie für die Region, für Naturschutz in nicht unerheblichem Maße und nicht zuletzt für eine Bekämpfung des Borkenkäfers.“

Die Kernaufgabe stellt dennoch die Bewirtschaftung des Waldes dar. Anschaulich stellten Förster Max Hartinger und Forstwirtschaftsmeister Hermann Perl dem Abgeordneten an mehreren Orten im Revier Rehberg die Arbeitsweise der Bayerischen Staatsforsten vor. „Ziel ist es, den Wald nachhaltig zu bewirtschaften, was heißt, dass er in 100 Jahren fast noch genauso aussieht wie jetzt“, erklärte Förster Paul Hartinger. „Dazu werden jährlich in etwa nicht mehr Festmeter Holz eingeschlagen wie zu gleichen Zeit auch nachwächst.“ So werden im Forstbetrieb Bodenmais, das auf einer Fläche von etwa 17.000 ha einen Holzvorrat von rund 5 Mio. Festmeter beherbergt, jährlich in etwa 130.000 ausgewählte Festmeter eingeschlagen, was in etwa genau dem jährlichen Zuwachs entspricht. „Neben Totholz, Windwurf- oder Borkenkäferschäden wählen wir zusätzlich alle Bäume manuell aus, die im Sinne eines nachhaltigen Waldumbaus gefällt werden sollen“, so Mitarbeiter Hermann Perl. „Nirgendwo auf der Welt wird der Wald so verantwortungsvoll, nachhaltig aber auch erfolgsorientiert bewirtschaftet, wie in Mitteleuropa“, zeigte sich Völkl stolz.

„Die Wertschöpfung, die entsteht darf nicht unterschätzt werden“, so Völkl weiter. „Der Rohstoff Holz mit allen seinen Branchen bietet in Bayern etwa 200.000 Menschen einen Arbeitsplatz an, das sind mehr Erwerbstätige als in der Automobilindustrie.“ Damit liefern die Bayerischen Staatsforsten dem Freistaat nicht nur einen Beitrag zum Wachstum und zur Beschäftigung, sondern auch jährlich einen ordentlichen Betrag für die bayerische Staatskasse. Darüber zeigte sich vor allem MdL Max Gibis sehr erfreut. „Man darf letztendlich auch nicht die Wertschöpfung für die Region an sich vergessen, ob dies die Arbeitsplätze sind oder die Aufträge für Subunternehmern“, ergänzte Dominik Schwarz.

Neben diesen beiden Hauptaufgaben sind die Bayerischen Staatsforsten aber auch im Naturschutz tätig und leisten mit der Borkenkäferbekämpfung sowie der Wegesicherung und Aufarbeitung von Sturmschäden einen wichtigen Dienst für die Gesellschaft. „In jedem Revier sind sogenannte Naturreservate ausgewiesen, in denen der Wald sich selbst überlassen wird. Damit haben wir neben dem Nationalpark noch zusätzliche Flächen im Naturschutz“, betonte Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl. Am Schluss interessierte sich Max Gibis für die Borkenkäferthematik, die vor allem in der öffentlichen Diskussion immer eine große Rolle spielt. „Durch gezieltes Borkenkäfermanagement haben wir die Situation im Bereich des Forstbetriebes Bodenmais auch dieses Jahr unter Kontrolle, wenngleich es aber ein sehr gutes Jahr für den Borkenkäfer ist“, erklärte Dominik Schwarz abschließend.