Städtebauförderung: 32 Mio. € floßen im Jahr 2017 nach Niederbayern

Regierungspräsident Rainer Haselbeck gibt Zahlen für 2017 bekannt - Steigerung um 11 Mio. € im Vergleich zu 2016

2018-01-04

Der niederbayerische Regierungspräsident Rainer Haselbeck hat traditionell zum Start des neuen Jahres die Zahlen der Städtebauförderung des Vorjahres bekannt gegeben. Insgesamt 32 Mio. Euro haben EU, Bund und Freistaat im vergangenen Jahr für die Städte und Gemeinden in Niederbayern in den Städtebauförderungsprogrammen bereit gestellt. Diese Summe stellt ein neues Rekordvolumen sowie eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um 11 Mio. Euro dar. Zusammen mit den Mitteln der Kommunen konnten damit Projekte von rund 47 Mio. Euro angestoßen werden.

"Ein Großteil der Fördermittel floß auch in den Bayerischen Wald", zeigte sich MdL Max Gibis erfreut über die hohe Fördersumme im Jahr 2017. Ein besonders gelungenes Beispiel der Stadtsanierung aus dem Landkreis Regen ist die Umgestaltung einer Obstwiese zu einem attraktiven Bürgerpark in Teisnach unweit des Pfarrhofes in der Ortsmitte. Wesentliches städtebauliches Ziel war hier die Verknüpfung des Marktzentrums über den Kirchenplatz hinweg bis zum Friedhof. "Dies ist eine tolle Aufwertung der Ortsmitte", so MdL Max Gibis. Ab 2018 werden ergänzend zur neuen Parkanlage das Umfeld der St.-Margareten-Kirche sowie der Zugangsbereich zum Rathaus umfassend aufgewertet. So entsteht zukünftig ein großzügiger und barrierefrei gestalteter Platz, der vielfältig für Veranstaltungen genutzt werden kann.

Rund 2,3 Mio. € betragen die Gesamtkosten dieser Maßnahme in Teisnach. Über das Bund-Länder-Städtebauförderprogramm "Zukunft Stadtgrün" hat der Markt Teisnach für den bisher durchgeführten Bauabschnitt rund 600.000 Euro erhalten. Auch für die weiteren Bauabschnitte können Zuschussmittel aus dem Bund-Länder-Städtebauförderprogramm in Aussicht gestellt werden.

Ein weiteres gelungenes Beispiel aus dem Landkreis Freyung-Grafenau stellt die Sanierung des denkmalgeschützten Ortinger-Hauses in der Stadt Freyung dar. Dieses privat erworbene und aufwendig sanierte, denkmalgeschützte ehemalige Wirtshaus wurde auf den unteren Geschossen Teil des sogenannten "Europahauses". In einem Erweiterungsbau zog die "Euregio" mit ihrer Geschäftsstelle ein. Das Dachgeschoss wird durch die Stadt Freyung für Veranstaltungen wie Vernissagen, Dauerausstellungen oder Lesungen umgebaut. "Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2018 geplant", freut sich Max Gibis über das Projekt. Von den 530.000 € förderfähigen Kosten kann die Städtebauförderung voraussichtlich 310.000 € als Zuschuss aus dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm "Stadtumbau West" beisteuern.

Regierunsgpräsident Rainer Haselbeck ist außerdem optimistisch, was die Städtebauförderung im Jahr 2018 anbelangt: "Die Städtebauförderung ist ein überaus wichtiges Instrument der Gestaltung vor Ort. Wir gehen davon aus, dass auch 2018 die Städte und Gemeinden in Niederbayern auf großzügige Unterstützung zählen dürfen und alle beantragten Mittel zeitnah abrufen können." MdL Max Gibis appelliert daher an alle Kommunen, die derzeit günstigen Rahmenbedingungen zu nutzen und beabsichtigte Projeke zügig voranzutreiben.